Viele Jahre in Süd- und Westthüringen tätig

Zum Tod von Pfarrer i.R. Horst Kaspar. Requiem und Beerdigung 18. Juni 2026

Am Freitag, dem 12. Juni 2026, rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener Herrn Pfarrer in Ruhe Horst Kaspar zu sich in sein himmlisches Reich. 
Pfarrer Horst Kaspar stand im 88. Lebensjahr und im 62. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Horst Kaspar wurde am 29. September 1938 in Aussig/Elbe im Sudentenland geboren und wuchs dort mit seinen Eltern Alfred und Helene Kaspar als Einzelkind auf. Er besuchte die Grundschule seit 1944 in Aussig und nach der Vertreibung in Rudolstadt und Saalfeld. 1952 wechselte Horst Kaspar wegen seines Interesses an der Elektrotechnik in die Oberschule, um dort das Abitur ablegen zu können, da er zunächst Elektroingenieur werden wollte. Das Interesse an einem geistlichen Beruf veranlasste ihn jedoch, den Bischof 1957 um die Annahme als Priesteramtskandidat zu bitten. 

Nach dem Abschluss des Theologiestudiums in Erfurt wurde Horst Kaspar am 27. Juni 1964 in Saalfeld durch Weihbischof Hugo Aufderbeck zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er als Kaplan der Pfarrei St. Marien zu Meiningen und wechselte im Jahr darauf als Kaplan in die Pfarrei Sonneberg. 1971 wurde ihm durch den Bischof die Pfarrei Gräfenthal verliehen. 1982 übernahm er die Pfarrverantwortung in der Pfarrei St. Marien zu Neustadt/Orla. 1987 ernannte ihn Bischof Joachim Wanke zum Pfarrer der Pfarrei St. Kilian in Bad Liebenstein. 

Bei der Gründung des Bistums Erfurt im Jahr 1994 bat er darum, Priester der Diözese Würzburg bleiben zu dürfen. Nach 18 Jahren verzichtete Herr Pfarrer Kaspar auf die Pfarrei Bad Liebenstein und nahm seinen Wohnsitz im Caritasheim St. Laurentius in Hildburghausen. Dort verstarb er am 12. Juni 2026.

Sein Verdienst ist der Neubau der Kirche und der Gemeinderäume in Bad Liebenstein. Bischof Dr. Wanke schrieb daher im Ruhestandsdekret im Hinweis auf den Neubau: „Die Vision des himmlischen Jerusalem wird Ihnen immer vor Augen und in Ihrem Herzen sein.“

Zu danken ist Pfarrer Kaspar für seine Bereitschaft zur Übernahme des Dienstes in der Liturgischen Kommission der Berliner Ordinarienkonferenz seit dem Jahr 1975, zum Pastoralreferenten des Dekanates Saalfeld und 1977 zum stellvertretenden Dechant. 1978 wurde er in den Priesterrat des Bischöflichen Vikariates Meiningen gewählt. 1983 wählten ihn die Mitbrüder zum Caritasreferenten des Dekanates Weida.
Pfarrer Horst Kaspar war seit 1997 Mitglied im Pactum Marianum des Bistums Erfurt.

Requiescat in pace!
Für das Bistum Erfurt
Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone


Das Requiem wird am Donnerstag, 18.06.2026, um 10 Uhr in der Kirche St. Leopold zu Hildburghausen, Seminarstraße, gefeiert. Im Anschluss daran ist um 12 Uhr die Beerdigung auf dem dortigen Zentralfriedhof, Am Friedhof, 98646 Hildburghausen.