Schöpfungszeit
1. September bis 4. Oktober
Die Schöpfungszeit beginnt mit dem 1. September, dem ersten Tag des orthodoxen Kirchenjahres. Im katholischen Kalender steht dieser Tag als Weltgebetstag für die Schöpfung. Die Schöpfungszeit endet am 4. Oktober, dem Gedenktag des Franz von Assisi, Schutzpatron der Tiere und der Natur.
Diese 5 Wochen laden ein, sich der weltweiten Zusammenhänge und Probleme bewusst zu werden, die durch Konsum, Mobilität und den eigenen Lebensstil entstehen. Die tiefe spirituelle Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung soll in den Mittelpunkt rücken.
MATERIAL
Download Messformular* “Für die Bewahrung der Schöpfung”
*Hinweis: Sie werden auf die Seite der Deutschen Bischofskonferenz weitergeleitet
Mehr Informationen auch unter: www.liturgie.de
Themenseiten der DBK: 10 Jahre Laudato si und Klima und Umwelt
Vom Tag der Bewahrung der Umwelt zum
Weltgebetstag der Schöpfung
Die Idee zu einer „Schöpfungszeit“ geht zurück auf den Vorschlag des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Dimitrios I. Dieser gab 1989 den Anstoß, den 1.September als einen Tag der Bewahrung der natürlichen Umwelt“ zu begehen.
Im Jahr 2007 wurde auf der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung der Kirchen in Sibiu empfohlen, die Zeit vom 1.September bis 4.Oktober also Schöpfungszeit zu würdigen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat 2010 den ersten Freitag im September zum Ökumenischen Tag der Schöpfung bestimmt. Papst Franziskus hat 2015 den 1. September zum Weltgebetstag für die Schöpfung ausgerufen.
Mit der Schöpfungszeit verbinden sich mehrere Anliegen: das gemeinsame Gebet und Bekenntnis zu Gott, dem Schöpfer, und das gemeinsame Engagement für die Bewahrung der Schöpfung.
Ökumenischer Tag der Schöpfung 2026
„Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18)
Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 nimmt das Buch Hiob auf und ruft als herausfordernde Frage in Erinnerung, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört. Vielmehr sind wir Menschen Teil dieser Schöpfung und mit allem Leben zutiefst verbunden. Es mahnt zu Demut und Dankbarkeit angesichts der Vielfalt und Schönheit der Erde. Zugleich weist die Frage auf den Wert der Biodiversität und die für den Menschen kaum fassbare Resilienz der Schöpfung hin.
Der Vorsitzende der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen), Reverend Christopher Easthill, schreibt im Vorwort der Materialien: „Die ACK möchte mit diesem Gottesdienstheft dazu einladen, das Staunen neu zu lernen. Wir sind eingeladen, uns als Teil eines großen, fragilen Lebensnetzes zu begreifen um die ‚Dezentrierung des Menschen‘ zu erfahren […] Wir sind nicht die Herren des Gartens, sondern Staunende in einem Paradies auf Zeit.“
KOSTENLOSES MATERIAL
für Schöpfungsgottesdienste, Unterrichtsmaterialen und Plakatentwürfe von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
(Hinweis: Sie werden zum Download auf die Seite vom ACK geleitet)
Gottesdienstheft als PDF
Gottesdienstheft als WORD
Motiv mit Text
Motiv 1 ohne Text
Motiv 2 ohne Text
Plakatentwurf
Weiteres Material
Methoden für Spiritualität
Baumrätsel für kleine und große Naturfreundinnen und -freunde:
Gedicht von Elke Schumacher “Dein Atem, Gott, erfüllt das All...”:
“Das Wunder der Schöpfung” von Elke Schumacher in Paulinus Nr. 31 / 1 August 2021
Bildbetrachtung als Element im Gottesdienst zum Ökumenischer Tag der Schöpfung 2026
BUNDESWEITE FEIER AM 04.09.
im Alten Botanischen Garten, in der Elisabethkirche und im KA.RE. in Marburg (Hessen)
Der 17. Ökumenische Tag der Schöpfung wird am 4. September 2026 an mehreren Veranstaltungsorten zwischen Elisabethkirche, KA.RE. und Altem Botanischem Garten in Marburg gefeiert. Der Tag wird gemeinsam von der ACK in Deutschland, der regionalen ACK in Hessen-Rheinhessen sowie der lokalen ACK Marburg und der Philipps-Universität Marburg vorbereitet.
Schöpfungsgottesdienste
im Bistum Erfurt
Di | 01.09.2026 | 19:00 Uhr | Leinefelde
Schöpfungsauftakt mit Gottesdienst auf der Landesgartenschau
So | 06.09.2026 | 17:00 Uhr | Dingelstädt
Schöpfungsgottesdienst auf dem Kerbschen Berg
So | 13.09.2026 | 14:00 Uhr | Erfurt
Hans-Sailer-Straße/ Tiergartenstraße, Garten der Ev. Martinikirche
Open-Air Gottesdienst mit Band & Gitarrenensemble
anschl. Pflanzentauschbörse und Mitbring-Picknick
Sa | 12.09. | 18:15 Uhr | Jena
Schöpfungsgottesdienst auf dem Johannisfriedhof
So | 04.10.2026 | 10:00 Uhr | Hülfensberg
Systemkritiker, Klimaaktivist und Mutmacher. 800 Jahre Franz von Assisi
Franziskusfest mit Gottesdienst und Pilgerwanderung
Veranstaltungen in der Schöpfungszeit
So | 06.09.2026 |
Themennachmittag zum ökologischen Handeln
14:30 Uhr Faire Kaffeetheke, 15 bis 17 Uhr Workshops, Vorträge, Führungen durch die Klosterkirche, 17 Uhr Schöpfunsgottesdienst
Wandkalender für die Schöpfungszeit
Ziel der Schöpfungszeit ist es, weltweit zum Schutz und der Bewahrung unserer
Mitschöpfung und Mitgeschöpfe aufzurufen.
Zu diesem Zweck gibt das Netzwerk Eine
Erde seit sechs Jahren einen begleitenden Wandkalender heraus, der im chrismonshop
erscheint.
Der Kalender enthält neben großformatigen Bildern viele Beispiele,
hilfreiche Anregungen und wissenschaftliche Impulse. So zum Beispiel die
neurobiologische Erkenntnis, dass Großzügigkeit genetisch in uns angelegt ist und uns
glücklich macht.
Der Wandkalender begleitet mit zahlreichen Anregungen und Ideen
durch die inspirierenden Tage der Schöpfungszeit.
Herausgegeben von Eine Erde
Das ökumenische Netzwerk
Eine Erde ist das zentrale Anlauf- und Aktionsbüro rund um die sozial-ökologische Transformation und Klimagerechtigkeit in der Ökumene. Das Bistum Erfurt ist eines der über 150 kirchlichen Träger (Landeskirchen, Hilfswerken, Bistümern, Akademien, Vereinen, Instituten, Stiftungen) des bundesweiten Netzwerks.
Eine Erde möchte Impulse geben, wie Kirchen zum gerechten Wandel beitragen können. Es bringt die drängenden Themen der Klimagerechtigkeit in Öffentlichkeit und Politik, sammelt und erklärt neueste wissenschaftliche und theologische Erkenntnisse, vermittelt Bildungsangebote für Ehren- und Hauptamtliche und steht bei alledem für Hoffnung, Mut und Zuversicht.