Am 21. Juni 2026 kamen in der StadtKirche Worbis Kinder, Eltern und Großeltern zur ökumenischen Kinderkirche zusammen. Das Thema des Tages: „Unter Gottes Schirm." Gestaltet wurde der Gottesdienst von Sandra Schmidt und dem evangelischen Kirchenclown JoVanni. Hinter diesem Namen steckt David Scherger, Diakon für die Arbeit mit Kindern und Familien im Gestaltungsraum Northeim des Kirchenkreises Leine-Solling.
Schon beim Einzug zog JoVanni mit einem bunten Regenschirm und einem alten Koffer alle Blicke auf sich. Auf seine humorvolle Art brachte er den Kindern die Botschaft des Tages nahe: Gott ist bei uns, so wie ein Schirm uns im Regen schützt. Gemeinsam wurde gefragt, wer und was uns im Alltag Halt, Schutz und Liebe gibt.
Besonders deutlich wurde das Thema in der Koffergeschichte. Ein kleiner Regenschirm, ein Herz, eine Kerze und eine Bibel boten jeweils Anlass, über Vertrauen, Mut, Liebe und Gottes Begleitung zu sprechen. Die Kinder brachten sich mit eigenen Gedanken und Erlebnissen ein, und das Gespräch wurde richtig lebendig.
Im Zentrum der Verkündigung stand die Geschichte von der Stillung des Sturms (Mk 4,35–41). JoVanni erzählte sie mit viel Ausdruck und dem einen oder anderen Schmunzler. Die Kinder erlebten hautnah mit, wie die Jünger zitterten und wie Jesus mitten im Sturm für Ruhe sorgte. Im Anschluss wurde offen geredet: Auch heute haben viele Menschen Angst. Und Gottes Nähe kann tragen, auch wenn der Sturm nicht sofort aufhört.
Berührend waren die Fürbitten, begleitet von Weihrauch. Die Kinder beteten für ihre Familien, für Menschen, die krank oder einsam sind, und für den Frieden in der Welt. Ein stiller, ernster Moment inmitten eines fröhlichen Gottesdienstes.
Den Segen sprachen die Verantwortlichen mit den Worten: „Gott sei über dir wie ein schützender Schirm. Gott sei neben dir wie ein guter Freund." Beim Auszug hielt JoVanni seinen Regenschirm weit auf und rief den Kindern zu: „Unter Gottes Schirm ist Platz für alle!"
Hinterher sagte JoVanni: „Es war mir tatsächlich eine große Freude, mit Euch Gottesdienst zu feiern, Gott zu loben und seinen Beistand lebendig werden zu lassen. Die Freude und Begeisterung im Kirchraum waren deutlich zu spüren, und neben den Kindern waren auch die Eltern sichtlich berührt, während und nach dem Gottesdienst. Möge dieser Segen weitertragen!"
Dieser Gottesdienst hat gezeigt, was ökumenische Kinderkirche sein kann: nah an den Kindern, kreativ, konfessionsverbindend und ansteckend fröhlich.
Sandra Schmidt
