Zum 10. Jahrestag der Umweltenzyklika Laudato Si' ruft Papst Leo XIV. zu Umweltgerechtigkeit und Frieden auf.
In seiner Botschaft zum diesjährigen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September, erinnert der Papst daran, dass die Ausbeutung der Erde vor allem die Schwächsten der Gesellschaft trifft.
Tag der Schöpfung
Alle Informationen zur Schöpfungzeit im Bistum Erfurt und Gottesdienstvorlagen finden Sie auf
www.bistum-erfurt.de/themen/schoepfungszeit
Direkt zu den Gottesdienstvorlagen für Jugendliche, Kinder und zur Enzyklika Laudato Si'.
Die Zerstörung der Natur trifft nicht alle gleichermaßen
Das Motto “Samen des Friedens und der Hoffnung” soll die ökumenische Schöpfungszeit vom 1. September bis 4. Oktober begleiten und zeigen, dass neben dem Gebet auch das konkrete Handeln notwendig ist. Denn „In verschiedenen Teilen der Welt ist mittlerweile offensichtlich, dass unsere Erde im Verfall begriffen ist”, so das katholische Oberhaupt.
Ungerechtigkeiten, Verletzung des Völkerrechts und Gier sowie die Gleichgültigkeit des menschengemachten Klimawandels führen zu Entwaldung, Umweltzerstörung und Verlust der Biodiversität. Außerdem nehmen Intensität und Häufigkeit von Naturereignissen zu. Der Papst betonte dabei, dass vor allem indigene Gemeinschaften und deren Lebensräume bedroht sind und kritisierte, die Natur als ein Tauschobjekt zu sehen, mit der wirtschaftliche oder politische Vorteile erlangt werden.
Vom Tag der Bewahrung der Umwelt zum
Weltgebetstag der Schöpfung
Die Idee zu einer “Schöpfungszeit” geht auf den Vorschlag des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Dimitrios I. zurück. Dieser gab 1989 den Anstoß, den 1.September als einen “Tag der Bewahrung der natürlichen Umwelt” zu begehen. Im Jahr 2007 wurde auf der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung der Kirchen in Sibiu empfohlen, die Zeit vom 1.September bis 4.Oktober als Schöpfungszeit zu würdigen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat 2010 den ersten Freitag im September zum Ökumenischen Tag der Schöpfung bestimmt. Papst Franziskus hat 2015 den 1. September zum Weltgebetstag für die Schöpfung ausgerufen.
Die 5 Wochen der Schöpfungszeit laden ein, sich der weltweiten Zusammenhänge und Probleme bewusst zu werden, die durch Konsum, Mobilität und den eigenen Lebensstil entstehen. Die tiefe spirituelle Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung soll in den Mittelpunkt rücken.
Gott, du hilfst Menschen und Tieren
Ökumenischer Tag der Schöpfung 2025 in Deutschland
„HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Tieren.“ (Ps 36,6-7 | Lutherübersetzung)
Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2025 nimmt den Psalm 36 auf, um zwei Bewegungen deutlich zu machen: Zum einen wird der Gebetscharakter des Psalms aufgegriffen und Gott als der Handelnde in den Fokus gerückt. Ausgehend von den menschlichen Begrenzungen kommt hier die göttliche Zusage ins Spiel, dass der Herr jenen hilft, die in Bedrängnis sind. Zum anderen wird keine Unterscheidung zwischen Menschen und Tieren vorgenommen, vielmehr stehen sie auf einer Stufe. Gott hilft seinen Geschöpfen gleichermaßen. Nicht nur die Menschen sind auf Gottes Beistand angewiesen, sondern auch die Tiere. Damit stehen sie in einer gemeinsamen Beziehung zu Gott, ihrem Schöpfer.
Kostenloses Material für für Schöpfungsgottesdienste, Unterrichtsmaterialen und Plakatentwürfe werden von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) bereitgestellt und können auf der Seite www.oekumene-ack.de heruntergeladen werden.
Schöpfungsgottesdienste
im Bistum Erfurt
Sa | 06.09.2025 | 18:15 Uhr | Jena
Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst auf dem Johannisfriedhof
19:00 Uhr | Vortrag “Mensch und Tier im Miteinander” mit Susanne Schlegel
Fr | 12.09.2025 | 18 Uhr | Oberweimar
im "Nonnengarten" der evangelischen Kirche "St. Peter und Paul" in Oberweimar, bei schlechtem Wetter in der Kirche
So | 14.09.2025 | 11 Uhr | Erfurt
Wiese vor der Thomaskirche (bei schlechtem Wetter in der Thomaskirche)
Musikalische Gestaltung durch Pop-Kantor Christian König
Bundesweite Feier am 5. September 2025 auf Haus Düsse in Bad Sassendorf (NRW)
Der 16. Ökumenische Tag der Schöpfung wird am 5. September 2025 auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Versuchs- und Bildungszentrum “Haus Düsse” bei Bad Sassendorf (NRW) gefeiert.
Der Tag wird gemeinsam mit der regionalen ACK in Nordrhein-Westfalen und dem Rat Christlicher Gemeinden in Soest und Umgebung, sowie dem Institut für theologische Zoologie Theologie, Münster (ITZ) gestaltet und findet auf dem Gelände der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalens statt. Geplant sind an dem Tag ein vielfältiges Rahmenprogramm und um ein ökumenischer Gottesdienst sowie ein moderiertes Gespräch zum Thema Schöpfungsverantwortung mit Gästen aus Wissenschaft, Kirche und Politik.

