"Zwischen Feier und Fete. Die Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen
Konzils" lautet der Titel der diesjährigen Kreuzganggespräche, zu denen
das Katholische Forum im Land Thüringen und die Katholisch-Theologische
Fakultät der Universität Erfurt im Mai wieder alle Interessierten herzlich
einladen.
"Was das Konzil wirklich brachte, versteht nur, wer die Kirche vor dem
Konzil kannte." Diese Aussage von Weihbischof Helmut Krätzel verdeutlicht
die Aufgabe, 50 Jahre nach Beginn des II. Vatikanischen Konzils die
Wirkmächtigkeit und Weiterentwicklung in Kirche und Theologie neu zu begreifen.
Die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Gegenwart, die
strukturellen Herausforderungen der Kirche und die neuen ökumenischen
Gegebenheiten fordern dazu auf, die Inhalte des Konzils neu zu bewerten. Die
Kreuzganggespräche erinnern in diesem Jahr an die Verabschiedung der
Liturgiekonstitution vor 50 Jahren. An drei Abenden wird das Verhältnis von
Liturgie und Ästhetik sowie die protestantische Sicht auf den nachkonziliaren
Weg in der katholischen Kirche thematisiert und diskutiert.
Und so laden die Veranstalter ein, sich der kirchlichen und theologischen
Entwicklung in der Liturgie zu erinnern und sich über die Aufgabe von Kirche
und Theologie in der postmodernen Gesellschaft auszutauschen.
Beginn ist am Mittwoch, 8. Mai, mit dem Vortrag von Dr. Eduard Nagel
(Deutsches Liturgisches Institut Trier) "Ein neues Bild von Kirche. Die
Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils".
Weiter geht es am Mittwoch, 15. Mai. Dann spricht Hellmut Seemann,
Präsident der Klassik Stiftung Weimar, über den "Gottesdienst als Kunst?
Liturgie als Objekt des ästhetischen Urteils".
Und mit dem Vortrag von Prof. Dr. Alexander Deeg von der Theologischen
Fakultät der Universität Leipzig über den "Gottesdienst als WortKult?
Ü;berlegungen zum evangelischen und katholischen Liturgieverständnis" enden
die Kreuzganggespräche am Mittwoch, 29. Mai.
Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Hörsaal Kiliani, Domstraße 10.
Pressemitteilung der Universität Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.
2.5.2013