Zum Tod von Pfarrer i.R. Raimund Fahrig

Requiem am 15. November um 8.00 Uhr in der St. Ägidien-Kirche in Heiligenstadt; Beisetzung um 9.30 Uhr auf dem Friedhof in Heiligenstadt.

Pfarrer Raimund fahrig (+2022)

Am Freitag dem 4. November 2022, rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener,
Herrn Pfarrer in Ruhe Raimund Fahrig zu sich in sein himmlisches Reich.

Pfarrer Raimund Fahrig stand im 87. Lebensjahr und im 61. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Raimund Fahrig wurde am 26. August 1936 in Leinefelde als erstes Kind des Ehepaars Josef und Gertrud Fahrig geboren. Es folgten danach 6 weitere Geschwister. Nach der achtjährigen Schulzeit in Leinefelde bereitete sich Raimund Fahrig in Heiligenstadt auf das Abitur vor, da er Priester werden wollte, und wohnte im Konvikt. Das Abitur bestand er ihm Jahr 1955 und begann das Theologiestudium in Erfurt.

Nach dem Abschluss des Theologiestudiums wurde Raimund  Fahrig  am 29. Juni 1962 im Erfurter  Mariendom durch Weihbischof Dr. Joseph Freusberg zusammen mit acht weiteren Diakonen zum Priester geweiht.

Seinen priesterlichen Dienst begann er als Kaplan der Pfarrei Weimar mit Wohnsitz in Bad Berka. Für das Dekanat Weimar war er von 1963 bis 1965 als Dekanatsjugendseelsorger tätig.

1965 wechselte er als Vikar in den Dienst der Pfarrei Uder. Zwei Jahre später wurde er zum Pfarrvikar der Pfarrei Sondershausen mit Sitz in Ebeleben ernannt.

1972 verlieh ihm der Bischof die Eichsfeldpfarrei Mackenrode, in der er dann viele Jahre als Pfarrer tätig war. 1980 wählten ihn die Mitbrüder des Dekanates Kirchgandern zu ihrem Pastoralreferenten und er versah diesen Dienst bis 1989. Bischof Dr. Joachim Wanke beauftragte ihn 1982 zusätzlich für die Arbeit in der Blindenseelsorge.

Aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung, die schon seit 1986 durch eine Gesichtslähmung bestand und das Sprechen erschwerte, bat Pfarrer Raimund Fahrig den Bischof im Jahr 2002 um Entpflichtung vom Dienst als Pfarrer von Mackenrode mit der Seelsorgestelle Allerheiligen in Eichstruth und um Versetzung in den Ruhestand. Seinen Ruhesitz nahm Pfarrer Fahrig zunächst in Birkenfelde.

Im Jahr 2004 gab er auch die Verantwortung für die Seelsorge an Blinden und Sehgeschädigten ab.

2011 wechselte er in ein „Betreutes Wohnen“ in Leinefelde, seinem Heimatort. Jedoch brach er im Jahr 2013 noch einmal auf, um in Uder zu wohnen. Schließlich fand er im „Hospital zum Heiligen Geist“ in Heiligenstadt einen Ort der Pflege und Ruhe im Kreis von Mitbrüdern, die dort wohnen.

Im Ruhestandsdekret erinnert Bischof Dr. Joachim Wanke - verbunden mit einem großen Dank - daran:
„Sie haben während ihrer Zeit in Mackenrode viele Aufgaben angepackt: in der Kirchenrenovierung, in der Erstellung eines Gemeindesaales, die Renovierung in Eichstruth, die Betreuung der Diasporagemeinden am Rande des Eichsfeldes, die Betreuung des Aussiedlerheimes und die Seelsorge für die Blinden und Sehgeschädigten. Alle Aufgaben haben Sie mit großem Engagement und mit Freude und Zuverlässigkeit getan.“

Pfarrer Raimund Fahrig war seit dem 3. November 1997 Mitglied im Pactum Marianum.
Zu danken ist allen, die Pfarrer Fahrig bis zu seinem Tod in allen Lebensfragen zur Seite standen.

Requiescat in pace!

Für das Bistum Erfurt
Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

Das Requiem wird am Dienstag, dem 15. November 2022, um 8.00 Uhr in der St. Ägidien-Kirche zu Heiligenstadt gefeiert. Die Beisetzung ist um 9.30 Uhr auf dem Friedhof in Heiligenstadt.