Zum Tod von Pfarrer i.R. Meinolf Dunkel

Requiem und Beerdigung fanden bereits am 30. April in Beuren statt

Bild: Friedbert Simon; in: Pfarrbriefservice.de

Am 24. April 2020 rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener und  unseren Mitbruder
Herrn Pfarrer in Ruhe Meinolf Dunkel zu sich in sein himmlisches Reich. Pfarrer Meinolf Dunkel stand im 87. Lebensjahr und im 63. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Meinolf Dunkel wurde am 4. April 1934 in Mühlhausen geboren. Dem Ehepaar Dunkel wurden zwei Töchter und zwei Söhne geschenkt, jedoch verstarben die beiden Töchter und der eine Sohn schon als Kinder. Besonders der Tod der Schwester Bärbel im Jahr 1946 hatte ihn sehr betroffen gemacht. Die Kinderzeit war von der existenziellen Sorge geprägt, bis der Vater aus der Kriegsgefangenschaft in Russland heimkehrte.  

Nach dem Besuch der Volksschule bestand Meinolf Dunkel 1952 die Reifeprüfung an der Oberschule in Mühlhausen und begann das Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Erfurt, um Priester werden zu können. Nach Abschluss der Studienzeit und dem sich anschließenden Pastoralkurs in Neuzelle wurde Meinolf Dunkel am 21. Dezember 1957 durch Weihbischof Dr. Joseph Freusberg in der St. Severikirche auf dem Erfurter Domberg  mit sechs weiteren Diakonen zum Priester geweiht.
 
Seinen priesterlichen Dienst begann Meinolf Dunkel im Mai 1958 als Vikar der Propsteipfarrei St. Marien in Heiligenstadt, nachdem er zuvor Vertretungsaufgaben in Bickenriede übernommen hatte. 1962 wechselte er als Pfarrkurat in die Pfarrei Bad Langensalza mit Wohnsitz in Weberstedt und 1964 in die Pfarrei Sondershausen mit Wohnsitz in Ebeleben.

1967 wurde ihm durch Bischof Hugo Aufderbeck die Seelsorge in der Pfarrei Bischofferode im Eichsfeld übertragen, wo er die Kirche neu gestaltete und ein neues Pfarr- und Gemeindehaus baute. Hier konnte er 1982 sein Silbernes Priesterjubiläum feiern und war als geschätzter Seelsorger insgesamt 18 Jahre segensreich tätig.

1985 ernannte ihn Bischof Dr. Joachim Wanke zum Pfarrer der Pfarrei Beuren. Auch hier war seine Tätigkeit als „Bauherr“ deutlich zu spüren in der völligen Rekonstruktion des Pfarrhauses und der Renovierung der Pfarrkirche.

Bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1999 diente er mit allen Kräften der Gemeinde in Beuren und blieb als Pensionär in der Pfarrei wohnen, um seinem Nachfolger nach Kräften helfen zu können. So konnte er in Beuren 2007 sein Goldenes und 2017 sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern.

Am Freitag, dem 24. April 2020, legte Pfarrer Meinolf Dunkel nach schwerer Krankheit sein Leben in Gottes Hände zurück. Für sein verdienstvolles priesterliches Wirken möge er reichen Lohn erhalten.

An dieser Stelle ist auch die unermüdliche Mitsorge seiner Haushälterin Frau Ingrid Koch dankbar und anerkennend zu erwähnen, die ihm seit 1969 und über die Pensionierung von Pfarrer Dunkel hinaus in bescheidener und treusorgender Weise den Haushalt geführt und im katechetischen Dienst in der Pfarrei mitgewirkt hat. Ohne ihre vielfältigen Dienste wäre sein so langes priesterliches Wirken gar nicht möglich gewesen.


Für das Bistum Erfurt
Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

Das Requiem für Pfarrer Meinolf Dunkel wurde gefeiert am Donnerstag, 30.04.2020, in der Kirche von Beuren. Im Anschluss daran war die Beerdigung auf dem Friedhof in Beuren.