Zum Tod von Pfarrer i.R. Gottfried Miksch

Nachruf

Am Montag, 13. März, verstarb im Krankenhaus Reifenstein Herr Pfarrer i.R. Gottfried Miksch. Er stand im 84. Lebensjahr und und 57. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Gottfried Miksch wurde am 17. Januar 1940 in Königswalde/Sudetenland geboren. Er war das 10. Kind der Familie. Nach der Vertreibung kam die Familie 1945 in Wiehe an. Nach Absolvierung der Grundschule in Wiehe besuchte Gottfried Miksch die Oberschule in Roßleben.

Seit früher Kindheit bestand der Wunsch, Priester zu werden und er absolvierte zunächst im Jahr 1960 den Sprachenkurs in Halle. Nach dem Theologiestudium in Erfurt und dem sich anschließenden Pastoralkurs empfing Gottfried Miksch am 26. Juni 1966 im Dom St. Marien zu Erfurt durch Bischof Hugo Aufderbeck die Priesterweihe.

Seinen priesterlichen Dienst begann Gottfried Miksch als Kaplan in der Pfarrei St. Bonifatius zu Apolda. 1970 wechselte er in den Dienst des Pfarrkuraten nach Gerstungen, um im damaligen Sperrgebiet seelsorglich tätig zu sein. 1977 verlieh ihm Bischof Hugo Aufderbeck den Titel „Pfarrer“ aufgrund seines verdienstvollen Wirkens in der Pfarrkuratie.

1979 übertrug der Bischof Pfarrer Gottfried Miksch die Pfarrei St. Mauritius zu Lutter. 1983 übernahm er
zusätzlich auch die seelsorgliche Verantwortung für die Pfarrkuratie Lenterode.

In einem Glückwunsch zum 40. Priesterjubiläum schrieb im Jahr 2006 Bischof Dr. Joachim Wanke:
„Vor vierzig Jahren haben wir diesen Weg gemeinsam begonnen. Seitdem sind wir durch viele Höhen und Tiefen gegangen, manchmal allein, manchmal gemeinsam. Aber immer konnten wir sicher sein, dass wir von der Liebe und Treue des Herrn geführt und getragen wurden. Mit dieser Erfahrung können wir getrost weitergehen. Dafür wollen wir dem Herrn danken.“

Mit der Neugründung der Pfarrei St. Jakobus zu Uder erklärte sich Pfarrer Gottfried Miksch schweren Herzens bereit, als Kooperator der Pfarrei mitzuwirken. Zum 31. Dezember 2011 nahm Bischof Dr. Joachim Wanke das Gesuch zur Versetzung in den Ruhestand an und Pfarrer Miksch wohnte weiterhin im ehemaligen Pfarrhaus in Lutter.

Im Januar 2022 nahm Pfarrer Gottfried Miksch im Hospital „Zum Heiligen Geist“ in Heilbad Heiligenstadt seinen Ruhesitz, um dort für seine Schwester Helena Miksch bis zu ihrem Tod vor wenigen Monaten hilfreich zu sein und ihr damit die Liebe und Sorge, die sie seit vielen Jahren als Haushälterin eingebracht hatte, zu vergelten. Ihr sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Pfarrer Gottfried Miksch wirkte weiterhin u. a. als Caritasreferent und Referent für die Pastoral des Dekanates Eisenach-Gotha und als Caritasreferent des Dekanates Kirchgandern.

Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Reifenstein legte Pfarrer Gottfried Miksch am 13. März 2023 sein Leben in Gottes Hände zurück. Für sein verdienstvolles priesterliches Wirken möge er den verheißenen Lohn erhalten. Er ist nun auch dort mit seinem priesterlichen Bruder Gerhard Miksch vereint, mit dem er bis zu dessen Tod am 5. August 2019 geschwisterlich und mitbrüderlich verbunden war.

Requiescat in pace!

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakon

Das Requiem für ihn mit anschließender Beisetzung auf dem dortigen Friedhof wird am Samstag, 18. März, um 10 Uhr in der St. Mauritiuskirche in  Lutter, Hauptstraße 46 gefeiert.