Wie Kirche in Norwegen mit ihrer Minderheit lebt

Weihbischof Reinhard Hauke war mit dem Bonifatiuswerk in Norwegen unterwegs und erlebte, wie lebendig katholisches Leben auch als kleine Kirche sein kann.

St Olav Kapelle Stiklestad; Foto: Bonifatiuswerk / Marcus Thielking

Was bedeutet es, katholisch zu sein, wenn die eigene Kirche nur eine kleine Minderheit ist? Dieser Frage ist eine Pilgergruppe des Bonifatiuswerkes bei einer Reise nach Norwegen nachgegangen. Mit dabei war Weihbischof Reinhard Hauke. Rund um das Olavsfest in Trondheim erlebte die Gruppe eine Kirche, die zahlenmäßig klein ist, aber sichtbar lebendig.

Gemeinsam mit Gläubigen aus Trondheim (Norwegen) ging es auf den Spuren des heiligen Olav zu Gottesdiensten, Prozessionen und Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Besonders auffällig war für Weihbischof Hauke die große Zahl junger Menschen, die sich in den Gemeinden engagieren. Trotz der Vereinzelung, so sein Eindruck, seien die Christen dort froh und eng miteinander verbunden. Gerade das Leben in der Minderheit könne eine besondere Nähe schaffen.

Wie sich diese Erfahrung auf das kirchliche Leben auswirkt, welche Chancen eine kleine katholische Gemeinschaft bietet und was Deutschland von der Kirche in Norwegen lernen kann, berichtet Hauke im Interview. Dabei geht es auch um die Vielfalt der katholischen Gemeinden, unterschiedliche geistliche Traditionen und seine kritische Haltung zur AfD.

Im Reisebericht vom Bonifatiuswerk lässt sich nachlesen, welche Eindrücke die Pilgergruppe in Trondheim, Stiklestad und den Klöstern Tautra und Munkeby gesammelt hat.

Zum Reisebericht: Mit dem Bonifatiuswerk unterwegs in Norwegen
Zum Interview: „Das Leben in der Minderheit bringt eine Nähe zueinander“

 

Bild 1: Messe Alte Kirche Stiklestad; Bild 2: Messe Kirche St Olav Trondheim; Bild 3: Messe Nidarosdom Trondheim; Bild 4: St Olav Kapelle Stiklestad; Bild 5: Weihbischof Hauke vor Kirche St Olav Trondheim
Fotos: Bonifatiuswerk / Marcus Thielking