wert:volle Zeit am Stausee

Rückblick auf den Bistumsjugendtag 2026

Was macht einen Menschen eigentlich wertvoll? Über dieser Frage stand der Bistumsjugendtag 2026, zu dem vom 21. bis 23. August rund 70 Jugendliche und junge Erwachsene an den Stausee Seebach kamen. Drei Tage unter dem Motto „wert:voll", bei denen es weniger um fertige Antworten ging als um das, was passiert, wenn junge Menschen ein Wochenende lang Zeit, Erfahrungen und Glauben teilen.

Freitagabend füllte sich das Gelände nach und nach mit Zelten und Schlafsäcken. Nach Begrüßung, Abendessen und gemeinsamem Taizégebet ging es direkt in die Game Night, beste Gelegenheit, um alte Bekannte wiederzusehen, neue kennenzulernen und einfach mal ins Gespräch zu kommen.

Samstag drehten sich die Workshops um die vielen Seiten des Mottos. Der BDKJ nahm mit „Meine Rechte, deine Rechte" die Grundrechte unter die Lupe, „Du bist wertvoll" und „Königs:Würde" näherten sich der Menschenwürde aus christlicher Perspektive. Beim Liederworkshop musste improvisiert werden, denn die Notenhefte waren in Erfurt liegen geblieben. Nur drei Exemplare hatten es bis zum Stausee geschafft, gesungen wurde trotzdem.

Am Nachmittag wurde es bunt. Escape Game „Die Republik", Mario Kart und Kooperationsspiele sorgten für Trubel, während andere lieber Freundschaftsbänder knüpften, an der Herzenspost bastelten oder bei „Ich bin wertvoll" ins Gespräch kamen. Auf dem Wasser ließen sich, abgesichert durch die DLRG, viele mit dem Tretboot treiben, und dazwischen blieb auch einfach Zeit zum Rumsitzen und Nichtstun.

Am Abend kamen alle noch mal zusammen, bei der Heiligen Messe unter freiem Himmel mit Bischof Ulrich Neymeyr. Danach klang der Tag am Lagerfeuer oder beim Pub Quiz aus.

Sonntag hieß es dann Abschied nehmen. Nach Frühstück und Morgenlob wurden die Zelte abgebaut, der Platz leerte sich langsam. Geblieben sind vor allem die Begegnungen, und das Gefühl, dass man an so einem Wochenende tatsächlich mal merkt, was „wert:voll" eigentlich meint, zum Beispiel am Lagerfeuer, beim Gottesdienst, beim Tretboot fahren oder einfach zwischendurch beim Reden.

Möglich gemacht haben das rund 15 Haupt- und Ehrenamtliche, viele davon selbst Jugendliche aus dem ganzen Bistum, die den Bistumsjugendtag vorbereitet und vor Ort mitgestaltet haben.

Nächstes Jahr geht's für die einen nach Seoul, zum Weltjugendtag 2027. Die Anmeldungen dafür laufen schon. Für alle anderen gibt's die Alternative direkt vor der Haustür, den Weltjugendtag@home auf dem Campingplatz bei Möckern.

 

Fotos: Carmen Bröckl