Wenn der März im Februar über Fasching predigt

Erfurter Theologe legt neue Büttenpredigten vor

Erfurt (BiP). Am Sonntag vor Karneval platzt der Erfurter Dom aus allen Nähten. Die Dom-Gemeinde will hören, was Claus-Peter März, Priester und bekannter Erfurter Theologie-Professor, in Reim und Vers zu sagen hat. Jawohl, in Reim und Vers - denn ganz ausnahmsweise wird an diesem Tag die Kanzel zur Bütt. Büttenpredigten heißen sie dann auch, diese gereimten, pointierten und fast keinen Bereich unseres öffentlichen Lebens auslassenden "Vorträge", die mit Freude, ja Spaß, mit höchster Aufmerksamkeit und Interesse von der Gemeinde aufgenommen werden - bereits schon seit 1999.


Doch natürlich geht?s ihm nicht "nur um die Tollerei. / Er nehme, wie?s verlangt der Ort / auch da sein Maß am Bibelwort / und lausche auf den Hintersinn / Der ist der Narren Medizin, / weil er die Welt, die langsam geht, / einfach einmal scheller dreht", steht es in der "Packungsbeilage für Verbraucher" des neuen Buches von Claus-Peter März, in dem seine neuen Büttenpredigten gesammelt stehen.


Es ist interessant für jeden, der Impulse sucht, weil er selbst predigen oder in der Bütt stehen muss. "Neue Büttenpredigten zur Nachnutzung empfohlen", schreibt das verlegende Haus St. Benno, Leipzig, in seinem Verlagsprogramm. Der Clou: Jedem Exemplar dieses Buches liegt ein Internet-Code bei, mit dem der Leser die aktuelle Predigt für 2005 herunterladen kann.


Mögen werden die "Neuen Büttenpredigten" von Claus-Peter März aber auch all jene, die eine starke Affinität zu Gott, Welt, Menschen - und zur fünften Jahreszeit haben. "In diesem Sinn, ihr Herrn, ihr Damen / Ich ende wie gewohnt mit Amen."


Claus-Peter März, Neue Büttenpredigten. 108 Seiten, gebunden. St. Benno-Verlag: Leipzig, EUR 9,90.


Claus-Peter März, geb. 1947, Priesterweihe 1971, Dr. theol., ordentlicher Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.



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