weniger: mehr wert

Erfurter Kreuzganggespräche 2026

Bild: Jens-Ulrich Koch / Bistum Erfurt

Jahrzehntelang galt: Alles wird immer besser. Doch das Versprechen unaufhörlichen Wachstums und permanenter Steigerung stößt zunehmend an Grenzen und zeigt auch seine problematischen Seiten. Vor diesem Hintergrund rückt eine Frage in den Mittelpunkt: Wann kann ein Weniger zu einem Mehrwert werden?

Unter dem Titel „weniger: mehr wert“ laden die Erfurter Kreuzganggespräche 2026 dazu ein, über die Möglichkeiten eines freiwilligen Verzichts nachzudenken – und darüber, was sich gewinnen lässt durch weniger Konsum, weniger Abwertung, weniger Empörung. Im Zentrum steht die Perspektive, Verzicht nicht nur als Verlust, sondern auch als mögliche Quelle von Lebensqualität und gesellschaftlichem Miteinander neu zu betrachten.

An drei Abenden im April und Mai kommen dazu Gäste aus Philosophie, Literatur und Kommunikationswissenschaft ins Gespräch:

Montag, 20. April, 19:30 Uhr: „Weniger Plünderung, mehr…?“
Der Philosoph und Theologe Prof. Dr. Jean-Pierre Wils spricht über ökologische und ethische Grenzen des Konsums.

Mittwoch, 29. April, 19:30 Uhr: „Weniger Verachtung, mehr…?“
Die Schriftstellerin und Essayistin Anne Rabe thematisiert gesellschaftlichen Zusammenhalt jenseits von Abwertung.

Mittwoch, 06. Mai, 19:30 Uhr: „Weniger Empörung, mehr…?“
Die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Hanna Klimpe analysiert die Dynamiken aktueller Debattenkultur.

Die Veranstaltungen finden jeweils im Kreuzgang des Erfurter Doms (Domstraße 10) statt. Im Anschluss besteht Gelegenheit, die Gespräche bei Getränken und Gebäck fortzusetzen.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Flyer