Am Sonntag, 19. Juli 2026, rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener, Herrn Pfarrer in Ruhe Alois Dölle zu sich in sein himmlisches Reich.
Pfarrer Alois Dölle stand im 78. Lebensjahr und im 51. Jahr seines priesterlichen Dienstes.
Alois Dölle wurde am 19. Mai 1949 in Worbis geboren und wuchs dort mit seinen Eltern Alois und Elisabeth Dölle und seinen zwei Brüdern auf. Er besuchte die Grundschule seit 1955 und ab 1963 die Polytechnische Oberschule in Worbis. Das Interesse an einem geistlichen Beruf veranlasste ihn, den Bischof 1965 um die Aufnahme in das Norbertuswerk zu bitten, um dort in der Vorbereitung auf das Theologiestudium das kirchliche Abitur ablegen zu können.
Mit der bestandenen Abschlussprüfung bat Alois Dölle 1969 Bischof Hugo Aufderbeck um Annahme als Priesteramtskandidat und Student der Theologie in Erfurt. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums in Erfurt wurde Alois Dölle am 24. April 1976 im Dom St. Marien zu Erfurt durch Bischof Hugo Aufderbeck gemeinsam mit sechs weiteren Kandidaten zum Priester geweiht.
Seinen priesterlichen Dienst begann er als Kaplan der Pfarrei St. Elisabeth zu Arnstadt und wechselte im Jahr 1979 als Pfarrkurat in die Pfarrkuratie Heilige Familie nach Gebesee. Weiterhin ernannte ihn der Bischof zum Kooperator der Pfarrei Witterda in der Seelsorgestelle Walschleben. 1980 wurde er zusätzlich für ein Aufbaustudium im Fach Philosophie beauftragt, das er neben seiner seelsorglichen Verpflichtung leisten wollte. 1983 übernahm er die Pfarrverantwortung in der Pfarrei St. Kilian zu Suhl. 1990 wechselte er in den Dienst der Pfarrkuratie St. Marien zu Buttstädt mit Guthmannshausen und der Seelsorgestelle St. Josef zu Rastenberg. Zusätzlich wurde er 1991 zum Kaplan der Pfarrei Herz Jesu zu Weimar und St. Franziskus zu Sömmerda ernannt. 1996 übernahm er die Pfarrverantwortung der Pfarrei St. Alban zu Diedorf. Im Jahr 2001 übernahm er zusätzlich die Pfarrverantwortung für die Filialgemeinde St. Marien zu Treffurt und 2006 für die Pfarrei St. Bonifatius in Wendehausen. Im Jahr 2008 wurden die Filialgemeinden St. Maria Magdalena zu Katharinenberg, Herz Jesu zu Schierschwende, St. Marien zu Treffurt und St. Bonifatius zu Wendehausen der Pfarrei St. Alban zugeordnet.
Aus gesundheitlichen Gründen bat Pfarrer Alois Dölle um Versetzung in den Ruhestand. Dieser Bitte entsprach Bischof Dr. Joachim Wanke zum 31. Mai 2008. Seinen Wohnsitz nahm Pfarrer Dölle zunächst in Meinhard-Grebendorf und wechselte zum 1. Juni 2011 nach Erfurt. Von seiner neuen Wohnung in der Stiftsgasse aus übernahm er Aufsichts- und Führungsdienste in der Allerheiligenkirche. Trotz gesundheitlicher Belastungen feierte er am 24. April 2026 sein Goldenes Priesterjubiläum im Erfurter Dom, was für ihn eine nachhaltende Bedeutung hatte und er immer wieder gern davon berichtete. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt verstarb Pfarrer Alois Dölle plötzlich am Abend des 19. Juli 2026 im Helios-Klinikum in Erfurt.
Zu danken ist Pfarrer Dölle für seine Bereitschaft zur Übernahme des Dienstes als Dekanatsjugendseelsorger des Dekanates Arnstadt und Suhl und als Seelsorgereferent des Dekanates Lengenfeld/Stein.
Seit 2002 unterstützte Frau Monika Reinhardt Herrn Pfarrer Dölle als Haushälterin bei seinem Dienst in der Seelsorge, wofür heute besonders zu danken ist.
Requiescat in pace!
Für das Bistum Erfurt
gez. Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone
Das Requiem wird am Freitag, 24. Juli 2026, um 18 Uhr in der Hohen Domkirche St. Marien zu Erfurt gefeiert. Die Urnenbeisetzung findet im engen Kreis der Familie am Dienstag, 4. August 2026 um 17:00 Uhr im Kolumbarium der Magdalenenkapelle zu Erfurt, Kleine Arche 5, statt.