Warumsich nicht zum "Plastiktüten-Fasten" zwingen?

Hunger, Not, Armut und Ungerechtigkeit in fernen

Ländern haben oft auch mit unserem Lebensstil in Deutschland zu tun  

Aachen. Ab

Aschermittwoch ist es wieder voll im Trend: Den Körper entgiften, abnehmen,

entschlacken, sich auf ein gesünderes Leben umstellen - all das verbinden viele

Menschen in erster Linie mit der Fastenzeit.   

Doch für Christen

bedeuten die 40 Tage zwischen Karneval und dem Osterfest noch mehr: Sie werden

als Gelegenheit verstanden, bewusst innezuhalten. Den Sinn des eigenen Lebens

zu reflektieren und sich zu vergewissern, welche Bedeutung Gott und Glaube für

mich haben. Nachzudenken darüber, was mir persönlich wichtig ist. Aber auch zu

überlegen, wo ich auf Kosten anderer lebe und was ich wirklich für ein

erfülltes Dasein brauche. Auf Ü;berflüssiges oder auch Schädliches zu

verzichten, wird dann auch zu einem Zeichen der Solidarität mit denjenigen,

denen es nicht so gut geht wie uns in Deutschland.   

MISEREOR möchte

alle Interessierten auf diesem Ü;bungsweg des Fastens begleiten. Von

Aschermittwoch bis Ostern bietet das katholische Entwicklungshilfswerk auf der

Internet-Seite www.fastenbrevier.de

kleine Impulse zum Nachdenken für jeden Tag der Fastenzeit. Sie sind online

abrufbar oder können als tägliche Email abonniert werden.   

Vom Nachdenken

über das eigene Leben ist es gar nicht so weit zu dem Leitthema der

MISEREOR-Fastenaktion "Wir haben den Hunger satt". Denn Hunger, Not,

Armut und Ungerechtigkeit in fernen Ländern haben oft auch mit unserem

Lebensstil in Deutschland zu tun. Das Fastenbrevier rückt die Ursachen des

Hungers ebenso in den Blick wie gangbare Wege zur Minimierung des Problems

Unterernährung. Und jeden Freitag erinnern die Impulse an die Macht des

Einzelnen, die Macht der Konsumentinnen und Konsumenten, durch persönliches

Verhalten einen Beitrag gegen das globale Hungerproblem zu leisten.  

Dieser Beitrag

kann eine Spende für die weltweite Projektarbeit von MISEREOR sein. Er kann

aber auch in kleinen Alltagsschritten bestehen. Dazu bietet die Jugendaktion

von MISEREOR und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) interessante

und einfach umzusetzende Anregungen: Wie wär’s denn mit dem Verzicht auf ein

hastiges "Breakfast to go"? Die Alternative könnte ein entspanntes

Frühstück mit der Familie ohne Kunststoffmüll sein. Warum nicht einmal die

Woche fleischlos essen? Oder sich ein paar Tage zum "Plastiktüten-Fasten"

zwingen? Wer weiß schon, dass allein in Deutschland pro Minute mehr als 10.000

Plastiktüten verbraucht werden, die in gigantischen Mengen auf dem Müll und in

großer Zahl gar in den Weltmeeren landen? Noch mehr originelle Fasten-Tipps und

andere Aktionen sind online zu finden auf www.jugendaktion.de.  

Mehr

Informationen über die Fastenaktion 2013, das Leitwort, die einzelnen Projekte

und Gäste unter www.misereor.de/presse/pressemappen/fastenaktion     

Quelle:

Pressemitteilung von MISEREOR. Den Inhalt verantwortet der Absender.

23.1.2013