Anfang September, genauer vom 31. August bis zum 4. September, haben sich in Erfurt für fünf Tage drei Jahrgänge der pastoralen Berufseinführung getroffen. Startstudienwoche heißt das im Kalender.
Wer neu angefangen hat, saß im Priesterseminar und beschäftigte sich damit, wie guter Religionsunterricht gelingt und wie sich der Glaube so weitergeben lässt, dass Kinder und Erwachsene wirklich etwas damit anfangen können. Der Kurs im zweiten Jahr traf sich in St. Ursula und schaute nach draußen, in den Stadtteil oder ins Dorf, dorthin also, wo die Leute tatsächlich leben. Es ging um Ehrenamtliche und darum, wie man sie gut begleitet und wie Engagement überhaupt entsteht. Für diesen Jahrgang beginnt außerdem eine längere pastoralpsychologische Ausbildung. Und wer im dritten Jahr ist, saß ebenfalls im Priesterseminar und hat am eigenen Projekt gearbeitet, das am Einsatzort ansteht.
Weil alle drei Kurse gleichzeitig in Erfurt waren, blieb in den Pausen genug Zeit für das, was in keinem Programmheft steht. Am Donnerstagabend kamen dann alle im Priesterseminar zusammen, erst zum Gottesdienst und danach zu Essen, Spiel und vielen Gesprächen.
Solche Studienwochen stehen am Anfang jedes Jahres der Berufseinführung. Nach dem Studium folgen drei Jahre, in denen künftige Priester und Diakone genauso wie künftige Gemeindereferent:innen und Pastoralreferent:innen in ihren Beruf hineinwachsen. Das passiert vor allem an ihren Einsatzorten, wo erfahrene Mentor:innen sie begleiten. Seit 2021 läuft das für alle Berufsgruppen gemeinsam, getragen von den Bistümern und Erzbistümern Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz und Magdeburg, später kam Fulda dazu. Etwa fünfzehn Menschen sitzen im Schnitt in einem Kurs.
Aus dem Bistum Erfurt sind derzeit elf Menschen dabei, verteilt auf alle drei Kurse. Vier von ihnen werden Priester, einer ständiger Diakon, sechs werden Gemeindereferent:innen.
