Verdienstkreuze für engagierte Katholiken

Bundespräsident hat Propst Heinz Josef Durstewitz und Kurt Neumann ausgezeichnet

Erfurt (BiP). Doppelte Freude im Bistum Erfurt: Bundespräsident Horst Köhler hat dem Heiligenstädter Propst Heinz Josef Durstewitz sowie dem Geschäftsführer des Katholikenrates, Kurt Neumann aus Erfurt, das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnungen übergab Ministerpräsident Dieter Althaus heute in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt.


In seiner Ansprache würdigte der Ministerpräsident Propst Durstewitz als einen engagierten und glaubwürdigen Seelsorger, der "beispielgebend theologischen Sachverstand und gesellschaftliches Engagement" vereine. "Wo immer er wirkt, ist es nachhaltig", sagte Althaus mit Blick auf Durstewitz? Tätigkeiten als Kaplan, Studentenpfarrer in Jena, Sekretär der Berliner Pastoralkonferenz, Oberpfarrer beim Bundesgrenzschutz und zuletzt als Propst und Bischöflicher Kommissarius im Eichsfeld, wo er die Krankenhauslandschaft mitgestaltet und sich für die Villa Lampe eingesetzt habe. Besonders in der DDR hätte seine "glaubwürdige Prägekraft" Menschen ermutigt, ihr Leben am christlichen Menschenbild zu orientieren und sich auch politisch zu engagieren. Durstewitz sei ein "ausgezeichneter Vertreter einer Vorbildgeneration", so Althaus.


Mit Kurt Neumann wurde ein Mann geehrt, der sich seit 30 Jahren ehrenamtlich an den verschiedensten Orten als Christ engagiert. In der Schottengemeinde leitet Neumann die "Schottenspatzen", eine stadtbekannte Flötenschola von fünf- bis und 18-Jährigen, die unentgeltlich in Kirchen und sozialen Einrichtungen auftreten würden. "Dabei gelingt es Kurt Neumann, auch Kinder aus sozial schwachen Familien zu integrieren", betonte der Ministerpräsident. Obwohl Neumann außerdem im Pfarrgemeinderat, im Förderverein Schottenkirche e.V. sowie bei der Herausgabe des Pfarrblattes mitarbeite und sich im Katholikenrat und für die Schwangerenkonfliktberatung in Thüringen engagiere, sei er stets bescheiden geblieben. In der Pfarrgemeinde sehe man das anders: "Ohne Kurt Neumann geht bei uns nichts", zitierte der Ministerpräsident ein Gemeindemitglied.



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