Verbrennen oder essen?

Landwirtschaftliche Produkte - Nahrungsmittel oder Biokraftstoffe?


Landwirtschaftliche Produkte - Nahrungsmittel oder Biokraftstoffe?

Pressemitteilung der Evangelischen Stadtakademie und des Katholischen Bildungswerkes:*


Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Breitschuh, Erfurt, am 16. Juni 2008 um 20.00 Uhr in der Reihe "Erfurter Vorträge"


In Thüringen stellt die Landwirtschaft gemeinsam mit der Ernährungswirtschaft einen der stabilsten und - bezogen auf den Bruttoumsatz - bedeutsamsten Wirtschaftsbereiche dar. Das ist eine gute Voraussetzung für die Zukunft. Denn der Bedarf an Biomasse steigt ständig - einerseits wegen der wachsenden Weltbevölkerung, andererseits wegen der Rückbesinnung auf landwirtschaftliche Energie- und Industrierohstoffe. Dramatisch steigende Lebensmittel- und Energiepreise vergrößern bereits aktuell das Spannungsfeld zwischen Nahrungs- und Energiebereitstellung aus der Landwirtschaft.


Daraus folgert Prof. Dr. Gerhard Breitschuh, Abteilungsleiter Landwirtschaft, Markt, Ernährung im Thüringer Ministerium: "Der zunehmende Wettbewerb erfordert leistungsfähigere Betriebe mit Pflanzen- und Tierproduktion sowie mit hoher Wertschöpfungstiefe, auch um Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu sichern. Besonderes Augenmerk gilt der noch besseren Verknüpfung von leistungsfähiger Produktion unter Einhaltung nachhaltiger Produktionsweisen."


Die aktuellen Entwicklungen auf den Agrar- und Rohstoffmärkten sowie ihre Folgen werden in der Gesellschaft kontrovers diskutiert. Die letzten Monate haben gezeigt, dass ein hoher Informationsbedarf besteht. Der landwirtschaftliche Berufsstand und die Politik sind seiner Ansicht nach gut beraten, dazu beizutragen, das Image der Landwirtschaft unter dem Motto "Unser Land hat nur eine Zukunft mit einer starken Landwirtschaft" in der Bevölkerung zu verbessern. Breitschuh: "Die gegenwärtige weltweite Neujustierung der Bedeutung der Landwirtschaft als Nahrungsmittel- und Rohstoffproduzent sowie die anstehende Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik stellen für unsere Landwirte eine große Herausforderung dar."


Und wie steht es um die ethische Alternative "Verbrennen oder essen?" Prof. Dr. Breitschuh stellt sich dem Gespräch.



*Die Verantwortung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender

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