und deinen Nächsten wie dich selbst

Gedanken zu Lk 10,25-37

Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de

Un-Taten

Geht mich nichts an!
Mir hat auch niemand …
Ich muss selbst sehen,
wo ich bleibe!

Die großen Untaten
der Weltgeschichte
werden erst möglich
durch Un-Taten:
durch Wegschauen,
Weghören, Mitlaufen.

Überzeugungen aber
werden erst wahr,
wenn sie praktisch werden,
wenn sie sich bewähren!

Wer ist mein Nächster?
Auf meine Wachheit,
auf meine Wahrhaftigkeit
kommt es an;
auf meine offenen Augen,
auf mein fühlendes Herz.

Ich kann wissen,
wer mein Nächster ist.
Immer wieder neu.

Doch meine Un-Taten
werden zu Untaten.
Handle danach
und du wirst leben.

Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 10,25-37)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch, 07/2019, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de



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