Ü;ber 197.000 Euro für die Gloriosa gespendet

Dombauamt denkt über Zusatzmaßnahmen nach, um die Lebensdauer der großen Domglocke zu verlängern

Erfurt (BiP). Die Spendenaktion zur Rettung der Erfurter Domglocke "Gloriosa" hat insgesamt 197.588,68 Euro erbracht. In diesem Betrag sind kirchliche und öffentliche Fördergelder, Lottomittel und vor allem Spenden von Privatleuten, die rund Zweidrittel der Summe aufgebracht haben, enthalten. "Noch einmal allen Spendern ein herzliches Dankeschön. Damit konnte niemand rechnen", zeigte sich Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke am Donnerstag (27. Januar) ebenso erfreut wie überrascht.


Den letzten Scheck für das Gloriosa-Projekt gab es von der Sparkasse Mittelthüringen und dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. Ü;ber 27.000 Euro waren durch den Verkauf einer Gloriosa-Medaille und weiteren Aktionen wie das Schauprägen von Zinnmedaillen zusammengekommen.


Dank des guten Ergebnisses seien die bisherigen Kosten für das Gloriosa-Projekt in Höhe von 170.000 Euro abgedeckt, teilte Dompfarrer Hauke mit. Den Restbetrag der Spendensumme will das Dombauamt für eventuelle Zusatzmaßnahmen an der Gloriosa vorhalten, die helfen sollen, die Lebensdauer der großen Domglocke zu verlängern.


Dabei denkt Bauamtsleiter Andreas Gold an Verbesserungen im mechanischen Umfeld der Glocke. "Uns interessiert unter anderem, ob die Läutemaschinen mit der verjüngten Gloriosa harmonisieren oder wie die alten und neuen Jochteile zusammenarbeiten." Bis ins Frühjahr hinein würden Erfurts berühmteste Glocke und alles, was sie in Bewegung setzt, beobachtet. "Erst dann, wenn die Glocke gewissermaßen eingeläutet ist, können wir sagen, was noch zu tun und was noch zu bezahlen ist", sagte Gold.


Wegen eines Haarrisses hatte das Dombauamt die elfeinhalb Tonnen schwere Gloriosa im Sommer letzten Jahres aus ihrer Glockenstube ausbauen und in einer bayerischen Spezialwerkstatt schweißen lassen. Im September kehrte die größte, frei schwingende mittelalterliche Glocke der Welt nach Erfurt zurück und ließ im Dezember ihr weltberühmtes tiefes "e" erstmalig wieder erklingen.



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