Theologie im Fernstudium

33 Absolventen feiern mit Generalvikar Jelich den Abschluss ihres Grundkurses Theologie

Erfurt (BiP). 24 Lehrbriefe ? 80 Seiten bearbeitet, 18 Seminare besucht und unzählige Fachdiskussionen geführt: Am kommenden Sonntag, 17. November, feiern die Absolventen des Grundkurses Theologie im Bistum Erfurt den Abschluss ihres Fernstudiums. Generalvikar Dr. Georg Jelich überreicht jedem Teilnehmer in einer Feierstunde im Bildungshaus St. Ursula ein Zertifikat über den abgelegten Kurs.


Von den 33 Männern und Frauen erhalten 14, die eine Prüfung abgelegt und eine Hausarbeit geschrieben haben, ein Zeugnis, mit dem sie eine berufliche Laufbahn in der Kirche beginnen könnten. Aber den meisten Teilnehmern - darunter zwei Krankenschwestern, ein Schlossermeister und eine Diplom-Ökonomin - geht es nicht um einen kirchlichen Ausbildungsberuf. "Sie wollen den eigenen Glauben vertiefen und Antworten auf ihre religiösen Fragen finden", beschreibt Dr. Jutta Brutscheck die Motivation der Teilnehmer, sich auf drei Jahre Theologie im Fernstudium einzulassen.


Brutscheck organisiert den Grundkurs für das Bistum Erfurt. Die inhaltliche Konzeption stammt von der Kirchlichen Arbeitsstelle für Fernstudien in Würzburg, die auch die Lehrbriefe erstellt. Wer will, kann das Fernstudium innerhalb von anderthalb Jahren abschließen. Im Bistum Erfurt legt man aber Wert auf die Kontakte der Teilnehmer untereinander, auf Austausch und Diskussion, unterstreicht Jutta Brutscheck. Daher gehören zum Erfurter Grundkurs 18 Seminar-Wochenenden, an denen die Teilnehmer mit einem Referenten über die Inhalte der Lehrbriefe diskutieren. Ausflüge gibt es auch, und das gemeinsame Bierchen am Abend ist laut Brutscheck ebenso wichtig.


Die Organisatorin freut sich, dass sie dank der Theologischen Fakultät kompetente und auskunftsfähige Referenten gewinnen kann. "Da gibt es oft sehr interessante theologische Streitgespräche", ist Brutschecks Erfahrung. Die Teilnehmer sollen sich selber mit ihren Fragen und Standpunkten einbringen. Thematisch offene Wochenenden gestalten sich durch die Anregungen der Studierenden. Dass sich die Altersspanne im aktuellen Kurs zwischen Anfang 20 und 70 Jahren bewegt, ist dabei von großem Vorteil, wie Jutta Brutscheck betont. "Je unterschiedlicher die Lebens- und Berufserfahrungen, desto intensiver die Auseinandersetzung mit einem Thema", formuliert sie als Regel.


Stoff gibt es jedenfalls genug. Der Grundkurs thematisiert kirchengeschichtliche und bibelwissenschaftliche Themen ebenso wie ethische, philosophische und dogmatische Fragestellungen. Ob es um die Frage nach Gott, die Bewahrung der Schöpfung oder die sittliche Verantwortung des Menschen geht - Denkanstöße finden sich zuhauf. Im Verlauf des Kurses entwickelt sich so eine Gesamtsicht, wie der Glaube heute verstanden, erlebt und gelebt werden kann. Dabei geht es nicht nur ums Denken. Die theoretische Ausbildung ergänzen geistliche Elemente wie Gottesdienste, Meditationen und Gebetszeiten an den Wochenenden.


"Das Gesamtprogramm wird gerne angenommen", sagt Brutscheck und lobt die Ausdauer des jetzigen Kurses. Nur vier Teilnehmer seien in den drei Jahren, die der Kurs dauert, abgesprungen. Persönlicher Umstände wegen, nicht aus Desinteresse. Jutta Brutscheck rechnet damit, dass so mancher auch den Aufbaukurs belegt. Und sie freut sich schon jetzt auf die Teilnehmer des neuen Grundkurses, der am 8. Februar nächsten Jahres startet. Offene Plätze gibt es noch und teilnehmen kann jeder, der über die Mittlere Reife oder einen vergleichbaren Bildungsstand verfügt. Christ, betont Jutta Brutscheck, muss man nicht unbedingt sein.



Informationen und Anmeldung zum Grundkurs Theologie:

Dr. Jutta Brutscheck

Bischöfliches Ordinariat

Postfach 100662

99006 Erfurt

Tel. 0361-6572-386

Weitere Informationen auf www.fernkurswuerzburg.de