Sozialprojekt "Jüdischer Friedhof Heiligenstadt" vom Bistum Erfurt ausgezeichnet

Ein Projekt von Teilnehmern des Weltjugendtages für Toleranz und gegen Antisemitismus

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Heiligenstadt (BiP). Das Bistum Erfurt hat heute am Bistumstag in Heiligenstadt David Gunkel, Franz Caspar Liebisch und Horst Bachmann für ihr Sozialprojekt "Jüdischer Friedhof Heiligenstadt" ausgezeichnet.


Am "Tag des Sozialen Engagements" (12. August) im Vorfeld des Weltjugendtages hatten Gunkel und Liebisch gemeinsam mit fünf Ungarn aus der Diözese Györ Pflegemaßnahmen auf dem Jüdischen Friedhof in Heiligenstadt durchgeführt. Sie wollten damit ein Zeichen gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit setzen und für mehr Toleranz werben.


Die Jury des Ideenwettbewerbes zum Sozialtag hatte nicht ahnen können, welch deutlichen Akzent sie mit ihrer Entscheidung setzen würde. Noch am Morgen des Bistumstages machte sich Entsetzen breit, als vereinzelt Nachrichten über einen wohl fremdenfeindlich motivierten Ü;berfall dreier junger Männer auf das Weltjugendtagslager der Gemeinschaft Chemin Neuf im Kloster Volkenroda bekannt wurden. Ganz anders die Stimmung am Abend, als 8.000 Jugendliche aus 20 Ländern der Erde den Siegern des Ideenwettbewerbes zujubelten und damit zugleich ein deutliches Ja zu Fremdenfreundlichkeit und Toleranz sagten.


Die siegreiche Projektgruppe aus Heiligenstadt wird auf Einladung des Landessportbundes Thüringen an einem der nächsten Weltcups in Oberhof teilnehmen. Mit dabei sind die Ungarn, die geholfen haben, die Idee in die Tat umzusetzen. Horst Bachmann, Mitglied der Projektgruppe, hatte dies nicht gekonnt, da auf dem Friedhof neben dem Vorarbeiter höchstens sieben Leute arbeiten durften. Er freut sich jetzt darauf, in Oberhof wieder mit von der Partie zu sein.

Tag des Sozialen Engagements: Infos und Fotos