"Schwitzen bei der Arbeit verbindet"

Einsatzfreude der Jugendlichen beim "Tag des sozialen Engagements" begeistert Bischof Wanke

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Erfurt/Neudtadt, Orla (BiP). Bischof Joachim Wanke ist sichtlich beeindruckt. "Das ist ein toller Einsatz, den die Jugendlichen hier leisten", sagte der Bischof heute nach einem Besuch in Neustadt/Orla. Dort gestalten Jugendliche der Stadt gemeinsam mit jungen Leuten aus Frankreich und Tschechien, die anlässlich des Weltjugendtages in Thüringen weilen, zwei Spielplätze.


Nur zwei von rund 150 Projekten, wie sie am "Tag des sozialen Engagements" im Bistum stattfinden. Der Sozialtag ist Bestandteil der "Tage der Begegnung" in den deutschen Diözesen, die dem Kölner Weltjugendtag mit Papst Benedikt XVI. vorausgehen. Im Bistum Erfurt sind derzeit annähernd 2.000 Jugendliche aus 19 Ländern der Erde zu Gast. Und alle arbeiten heute mit ihren Gastgebern in Projekten, die den Menschen vor Ort zu Gute kommen.


"Alles sehr sinnvolle Tätigkeiten", begeistert sich der Bischof. In Neustadt profitieren beispielsweise Kinder vom sozialen Einsatz der Weltjugendtagsteilnehmer, denn die werden bis zum frühen Abend hinter einem Schulhort unweit des Rathauses und in einem Neubaugebiet auf zwei Spielplätzen arbeiten. Mit Rechen und Schaufeln planieren sie eine Fläche, um anschließend Sträucher und Pflanzen zu setzen.


Ohne eine gute Vorbereitung wären diese Arbeiten nicht zu bewältigen. Die Kooperation mit der Stadt lief hier wie anderenorts hervorragend. So stand auch eine freundliche Geste vor dem Arbeitseinsatz. Hauptamtsleiter Lothar Ruffert begrüßte die jungen Leute im Festsaal des Neustädter Rathauses und erzählte von der Geschichte und dem Leben der Stadt. Erst dann übernahmen Vorarbeiter die Gruppe, deren Mitglieder aufmerksam zuhörten, was wie zu tun sei.


Bischof Wanke sieht in den Projekten, die heute so wie im Bistum in ganz Deutschland ablaufen, weitaus mehr als nur den ökonomischen Nutzen, denn die Jugendlichen arbeiten ja unentgeltlich. "Das gemeinsame Tun spielt eine ganz große Rolle. Deutsche und ausländische Jugendliche arbeiten miteinander und finden so noch mehr zueinander", meint Wanke.


Und dann zwinkert er ein wenig: "Wenn man erst mal gemeinsam geschwitzt hat, hat man eine ganz andere Basis für die Gemeinsamkeiten." Und Spaß macht es offensichtlich obendrein. Denn der Elan der Jugendlichen in Neustadt, die sich mit einem französischen "Schlachtruf" in die Arbeit gestürzt haben, lässt nicht nach.


Dass es an anderen Orten genauso ist, wird Bischof Wanke sehen, wenn er gegen Mittag in Ilmenau eintrifft.

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