Requiescat in Pace

Zum Tod von Pfarrer i.R. Alfred Rittmeier

Am 25. Juni 2021 rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener und unseren Mitbruder Herrn Pfarrer in Ruhe Alfred Rittmeier zu sich in sein himmlisches Reich.

Pfarrer Alfred Rittmeier stand im 91. Lebensjahr und im 59. Jahr seines priesterlichen Dienstes.
Alfred Rittmeier wurde am 5. August 1930 als sechstes von acht Kindern in Heiligenstadt geboren. Nach Beendigung der achtjährigen Schulzeit an der dortigen Volksschule absolvierte er in den Jahren 1945 bis 1948 eine Ausbildung zum Kaufmann. Er arbeitete dann in seinem Ausbildungsbetrieb, der Firma Franz Kühne in Heiligenstadt, als kaufmänischer Angestellter.

Der Pfarrer seiner Heimatpfarrei bestätigte ihm in diesen Jahren „uneigennützigen Eifer“ beim Aufbau der Pfarrjugend und bei diesem Engagement spürte Alfred Rittmeier die Berufung zum Priestertum. Um seinen Wunsch, Priester zu werden, verwirklichen zu können, absolvierte er ab 1952 im Norbertinum in Magdeburg den Abiturkurs, den er 1956 erfolgreich abschloss. Alfred Rittmeier wurde von Weihbischof Dr. Josef Freusberg als Priesterkandidat angenommen und konnte das Theologiestudium beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums in Erfurt und dem sich anschließenden Pastoralkurs in Neuzelle wurde er am 29. Juni 1962 durch Weihbischof Dr. Joseph Freusberg zusammen mit weiteren acht Diakonen im Erfurter Mariendom zum Priester geweiht.

Seinen priesterlichen Dienst begann Alfred Rittmeier in der Diaspora als Kaplan in der Pfarrei Bleicherode. 1964 wurde er zum Kooperator der Pfarreien Sömmerda, Weimar, Gotha und Witterda mit Wohnsitz in Gebesee ernannt. Als 1968 die neue Pfarrkuratie Gebesee errichtet wurde, ist er zum Pfarrkuraten von Gebesee ernannt worden. Als Pfarrer Edgar Natsch im Jahr 1970 aus gesundheitlichen Gründen die Pfarrei Ershausen aufgeben musste, bewarb sich Alfred Rittmeier um diese Eichsfelder Pfarrei im damaligen Sperrgebiet. Nach Erhalt der beantragten Zuzugsgenehmigung wurde ihm vom damaligen Weihbischof Hugo Aufderbeck ab 15. September 1970 die Pfarrei St. Philippus und Jakobus Ershausen anvertraut. Dort war er dann 33 Jahre als Pfarrer der Pfarrei und Vorsitzender des Vorstandes im St. Johannesstift segensreich tätig.

2003 bat Pfarrer Alfred Rittmeier Bischof Dr. Joachim Wanke um Entpflichtung von seinem Pfarrdienst und Versetzung in den Ruhestand. Er wählte als Ruhestandssitz seine Heimatstadt Heiligenstadt und konnte ab 1. August 2003 im Hospital „Zum Heiligen Geist“ und darüber hinaus viele Jahre noch seelsorgerisch tätig sein. Bischof Dr. Joachim Wanke erinnerte in seinem Ruhestandsdekret an sein Wirken als Erbauer der Pfarrhäuser in Gebesee und Ershausen und als „Pater Pauporum“ im St. Johannesstift.

Auch überpfarrlich hat Pfarrer Rittmeier bereitwillig Aufgaben übernommen und wirkte u. a. als Seelsorgereferent im Dekanat Sömmerda und viele Jahre als Dechant im Dekanat Ershausen.
Am Freitag, 25. Juni 2021 wurde er in den Abendstunden im Hospital „Zum Heiligen Geist“ heimgerufen.


Für sein verdienstvolles priesterliches Wirken möge er reichen Lohn erhalten.
Pfarrer Rittmeier war Mitglied im Pactum Marianum seit dem 22. Mai 1968. Requiescat in pace!


Für das Bistum Erfurt

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

Das Requiem für Pfarrer Alfred Rittmeier wird gefeiert am Freitag, 02.07.2021 um 8 Uhr in Heiligenstadt, St. Marien (um Anmeldung wird gebeten: Tel.: 03606 - 5208-3; Mail: info@kg-sankt-marien.de).
Anschließend um 09:30 Uhr ist die Beerdigung auf dem Friedhof in Heiligenstadt.