Rechtsextremismus in Thüringen

Tagung im Thüringer Landtag über Handlungsmöglichkeiten in Kommunen und Zivilgesellschaft

Fachtagung über Handlungsmöglichkeiten in Kommunen und Zivilgesellschaft

Gemeinsame Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen und des Bistums Erfurt:


Zum Thema "Rechtsextremismus in Thüringen. Handlungsmöglichkeiten in Kommunen und Zivilgesellschaft" findet am 18. Juni eine Fachtagung für geladene Teilnehmer im Thüringer Landtag statt.


Angesichts der Landtagswahl 2009 in Thüringen und nach den NPD-Erfolgen bei Wahlen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern will die "Arbeitsgemeinschaft Beratung gegen Extremismus und Gewalt" das Treiben von Rechtsextremen analysieren und nach Möglichkeiten suchen, Extremismus und Gewalt zu überwinden. Allzu offensichtlich verstärkt besonders die NPD die Anstrengungen, ihre Anhängerschaft in Thüringen zu vergrößern und als Wahlalternative zu erscheinen, indem sie sich sozial und bürgernah gibt und mit populistischen Parolen zu Globalisierung, Arbeitsmarkt und Hartz IV an die Öffentlichkeit tritt.


"Um politischem Extremismus zu widerstehen, braucht es Aufmerksamkeit, Augenmaß und Zivilcourage. Um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit sowie eine gastfreundliche und weltoffene Zivilgesellschaft in Thüringen zu festigen, bedarf es der Anstrengung aller: Staat und Zivilgesellschaft, Parteien, Kirchen und Verbände, Medien und Wissenschaft", schreiben die Veranstalter in ihrer Einladung. Dazu will die Tagung einen Beitrag leisten.


Die "Arbeitsgemeinschaft Beratung gegen Extremismus und Gewalt" ist eine Vereinigung von Beratungsinitiativen aus dem kirchlichen, kommunalen und gewerkschaftlichen Bereich sowie von Verbänden und Vereinen und ist auf Initiative der Jüdischen Landesgemeinde, des Katholischen und des Evangelischen Büros Erfurt 2006 wiedergegründet worden, nachdem sie bereits kurzzeitig im Jahr 2001 bestanden hatte. Die Veranstaltung im Landtag ist das erste Projekt der AG und wird in Kooperation mit dem Thüringer Gemeinde- und Städtebund und dem Thüringer Landkreistag durchgeführt.



Fachtag der Thüringer "Arbeitsgemeinschaft

Beratung gegen Extremismus und Gewalt"


Programm der Tagung

"Rechtsextremismus in Thüringen"


14:00 Uhr

Begrüßung durch die "Arbeitsgemeinschaft Beratung gegen Extremismus und Gewalt"

- Wolfgang Nossen, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen; Vorsitzender Mobit e.V.


Grußwort:

Dr. Karl Heinz Gasser, Thüringer Innenminister


14:30 Uhr

"Was hat den Einzug der NPD in den Schweriner Landtag möglich gemacht?"

- Michael Flenker, Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern


15:15 Uhr

Podium 1 "Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlichen Akteuren und Initiativen mit kommunalpolitischen Verantwortungsträgern gegen rechtsextreme Aktivitäten"

- Michael Modde, Bürgermeister der Stadt Pößneck;

- Reinhard Hotop, Bündnis gegen Rechtsextremismus Schleusingen


16:00 Uhr

Pause mit Kaffee und Gebäck


16:30 Uhr

Podium 2 "Erfahrungen der Polizei und Justiz in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Aktivitäten in Thüringen"

- Dr. Hartmut Schwan, Präsident des Thüringer Oberverwaltungsgerichts;

- Raymond WaIk, Leiter der Polizeidirektion Erfurt


17:30 Uhr

Ende der Tagung



Moderatoren:

- Winfried Weinrich, Leiter des Katholischen Büros Erfurt

- Dr. Thomas A. Seidel, Leiter des Evangelischen Büros Erfurt



www.bistum-erfurt.de/kath.buero