Programm erschienen: Kirchenmusik in Erfurt 2004

Alle Termine der renomierten Konzertreihe mit internationalen Solisten auch im Internet

Gemeinsame Pressemitteilung der Erfurter Kirchenmusiker Silvius von Kessel (Dom zu Erfurt), Matthias Dreißig (Predigerkirche) und Dietrich Ehrenwerth (Augustinerkloster):*


"Mit 71 Sachen durch 2004" steht in dem soeben erschienenen ökumenischen Programmheft "Kirchenmusik in Erfurt 2004". Damit ist die Fülle der kirchenmusikalischen Ereignisse schon angedeutet, die zu erwarten ist. Das Heft gibt es ab sofort kostenlos in den geöffneten Kirchen der Innenstadt und bei der Erfurter Tourismus GmbH.


Gemeinsames Programm

Die drei Erfurter Kirchenmusiker Dietrich Ehrenwerth, Matthias Dreißig und Silvius von Kessel haben wieder ein gemeinsames Programm vorgelegt, welches aus folgenden Komponenten besteht: Einer gemeinsam geplanten und veranstalteten kirchenmusikalischen Konzertreihe, den "Erfurter Kirchenmusiktagen 2004" und mehreren jeweils unabhängig geplanten, aber terminlich aufeinander abgestimmten Konzertreihen in der Predigerkirche, dem Augustinerkloster und dem Domberg.


Barockorgel der Cruciskirche neu dabei

Eine entscheidende "Orgelkonzert-Neuerung" wird es geben: Die "10. Internationalen Orgelkonzerte Dom zu Erfurt", in denen bedeutende Organisten aus dem In- und Ausland zu hören sein werden, finden in diesem Jahr erstmalig eine Fortsetzung in der Cruciskirche. Von April bis Juli 2004 geht die Reihe im Dom - an mehreren Samstagen. Das Eröffnungskonzert spielt am Samstag, den 24. April 2004 um 19.30 Uhr Domorganist Silvius von Kessel. Dann wird Mitte Juli die Reihe in der Cruciskirche fortgesetzt - bis Mitte August, auch jeweils samstags -, zumal im August die Domstufenfestspiele stattfinden, welche eine Fortsetzung der Orgelkonzertreihe im Dom bisher immer unmöglich gemacht haben.


In der Cruciskirche steht seit Juni 2003 die von der Orgelbaufirma Schuke / Potsdam frisch restaurierte bzw. rekonstruierte historische Barockorgel (Hochbarock) des Erfurter Orgelbaumeisters Franciscus Volckland, erbaut in den Jahren 1732-1737. Diese Orgel ist ein wunderschönes Instrument und hat überregionale Bedeutung, sie ist seit ihrer Wiedererstehung zweifelsohne eine der bedeutendsten Thüringer Barockorgeln. Sie wird von Fachleuten und Orgelsachverständigen aus ganz Deutschland sehr gelobt. Zwei davon, Prof. Dr. Bossert und Prof. Dr. Menger, werden auch in diesem Jahr schon an ihr konzertieren. Ebenfalls dort spielt Domorganist Silvius v. Kessel im Rahmen des Festivals "Güldener Herbst" am 1. Oktober den "Dritten Teil der Klavierübung" (Orgelmesse) von Johann Sebastian Bach.


Orgelkonzertreihe in der Predigerkirche

In der Predigerkirche beginnt dann Ende Mai die "27. Orgelkonzertreihe in der Predigerkirche", die bis Ende September - traditionell jeweils mittwochs um 20 Uhr - stattfindet. Im Eröffnungskonzert am 19. Mai musizieren der Erfurter Universitätschor und Matthias Dreißig an der Schuke-Orgel Kompositionen von Rheinberger. Bis zum 29. September gastieren wöchentlich renommierte Organisten des In- und Auslandes in der für ihre hervorragende Akustik bekannten Predigerkirche, z.B. Guy Bovet (Schweiz), Helga Schauerte (Frankreich) oder Joseph Adams (USA).


Nachtkonzerte im Augustinerkloster

Im Augustinerkloster finden wiederum im Juni/Juli die Nachtkonzerte samstags um 22 Uhr statt. Im Rahmen des Thüringer Kirchentages beginnt die Reihe mit einem Improvisationskonzert. Die Erfurter Turmbläser und einige Jazzmusiker improvisieren über Melodien des ersten Erfurter Gesangbuches aus dem 16. Jahrhundert. Neben Konzerten des Augustiner Vocalkreises, des Andreas-Kammerorchesters und der Gruppe "Saxofonquadrat" (Berlin) steht ein Kammerkonzert auf historischen Instrumenten anlässlich des 300. Todestages von Heinrich Ignaz Franz Biber auf dem Programm. Einige der Konzerte werden bei gutem Wetter wieder im Kreuzgang des Klosters stattfinden.


Erfurter Kirchenmusiktage 2004

Die "Erfurter Kirchenmusiktage 2004" im September warten mit einer verschiedenartigen Palette von Kirchenmusik auf: Eröffnet am Mittwoch, 8. Sept. 2004 im Dom mit Musik von Louis Vierne (Messe cis-moll, für Gemischten Chor und zwei Orgeln - Dombergchor Erfurt, Haupt- und Chororgel: Matthias Dreißig und Theophil Heinke, Ltg: Silvius v. Kessel) steht Folgendes auf dem Programm: Ein Wandelkonzert in Zusammenarbeit mit dem "Kirchensprung", welches durch einen Dialog an den beiden Domorgeln (Matthias Dreißig und Silvius von Kessel) abends um 22 Uhr abgeschlossen wird. Das Oratorium "Paulus" von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit der Augustiner-Kantorei unter Leitung von Dietrich Ehrenwerth. Ein Orgelkonzert im Zusammenspiel mit Lichinstallationen im Dom - es spielt der Mainzert Domorganist Albert Schönberger. Ein Konzert "mit Pauken und Trompeten und Orgel" in der Predigerkirche mit Matthias Dreißig an der Orgel. Ein Orgelkonzert an der historischen Volckland-Orgel der Cruciskirche im Klostergang (Solist: Prof. Christoph Krummacher, Leipzig).


Das Abschlußkonzert im Dom ist aus Anlaß des Bonifatius-Jahres ein oratorisches Konzert "In honorem Sancti Bonifatii" (Oratorium zu Bonifatius): Alte Musik aus der Renaissance-Zeit erklingt, das Rosenmüller-Ensemble spielt auf historischen Instrumenten und singt (mit 8 Sängern), die Leitung hat Arno Paduch aus Leipzig.


Bonifatius-Jahr / Sonderkonzerte

Ebenso im Rahmen des Bonifatius-Jahres der Stadt Erfurt wird am 5. Juni ein Sonderkonzert im Dom veranstaltet: Der Dombergchor Erfurt singt unter der Leitung von Silvius v. Kessel das Magnificat D-dur BWV 243 von Johann Sebastian Bach und die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Es spielt das Concerto Brandenburg, ein auf das Spiel mit alten Instrumenten spezialisiertes Ensemble hoher Qualität.


Weitere Sonderkonzerte sind z.B. das Konzert anlässlich des 350. Todestages von Samuel Scheidt mit den Hallenser Madrigalisten und Instrumentalisten auf historischen Instrumenten am 4. Juli und die Calwer Choristen am 7. August in der Predigerkirche und die "Europawerkstatt der jungen philharmonie thüringen" am 19. August im Dom - während der Domstufenfestspiele, die aber erst später am Abend beginnen. Traditionell wird dann am 11. und 12. Dezember das Weihnachtsoratorium von der Augustiner-Kantorei und dem Andreas-Kammerorchester unter Leitung von Dietrich Ehrenwerth aufgeführt.


Kantatengottesdienste

Nicht zuletzt sind auch wieder 6 Kantatengottesdienste an Sonntagen Bestandteil der Erfurter Kirchenmusik im Jahr 2004. Daran beteiligt sind die Regler Singschar, der Chor des Kirchspiels Martini-Luther, die Augustiner-Kantorei und der ökumenische Chor der Andreas- und Schottengemeinde.



*Die Verantworung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender



Das Programm im Internet