Paten für den Hochaltar des Erfurtes Doms

Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke:
Paten gefunden und Paten gesucht
- Zum Stand der Aktion "Sponsoren-Patenschaft" -

Am 27. März 2000 wurde die Öffentlichkeit bei einem Pressetermin über das Projekt "Sponsoren-Patenschaft für den barocken Hochaltar des Erfurter Domes" informiert. Dabei wurde durch Dombaumeister Dr. Hans Heinrich Forberg der Grund für dieses Projekt dargelegt: Der barocke Hochaltar von 1697 ist durch verschiedene Ursachen - Verschmutzung, Wurmbefall und Kriegsschäden - in einem Zustand, der eine Restaurierung dringend notwendig macht. Mit einem hohen Kostenaufwand (170 TDM) - finanziell unterstützt durch das Landesamt für Denkmalpflege- wurde 1999 eine rückwärtige Sicherung angebracht, die den Altar am Kippen in Richtung der mittelalterlichen Domfenster hindert und die bisherige Sicherung durch morsche Holzbalken ersetzt. Die Restaurierungsfirma Ochsenfarth wurde beauftragt, durch eine Probeachse den Zustand des geschnitzten Hochaltares näher zu untersuchen und Restaurierungskonzeptionen zu erarbeiten. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege gehen die Arbeiten voran, so dass bei einem

Pressetermin am Mittwoch, dem 7. Juni 2000, um 19.30 Uhr

im Erfurter Mariendom den Mitgliedern des Dombauvereins und weiteren Interessierten der bisherige Stand der Untersuchungen und mögliche Restaurierungsvarianten vorgestellt werden können.

Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke stellte in seiner Eigenschaft als Domkustos beim Pressetermin am 27. März 2000 das Projekt "Sponsoren-Patenschaft" vor. Es besteht die Absicht, die Restaurierung der 14 Figuren des Hochaltares durch Sponsoren-Patenschaften zu finanzieren. Bisher hat sich die Gebäudereinigungsfirma Ewisa-GmbH mit ihrem Geschäftsführer Jürgen Ludwig bereiterklärt, einen grossen Teil oder sogar die Gesamtkosten für die Restaurierung der Skulptur des hl. Martin (ca. 20 TDM) aufzubringen, da die Firma vorrangig in Erfurt arbeitet und der hl. Martin als Stadtpatron verehrt wird. Das Bestattungsinstitut Michaelis beteiligte sich mit einer Spende an der Restaurierung der Skulptur des hl. Erzengels Rafael, der in der Bibel als Wegbegleiter beschrieben wird. Das Architekurbüro Rittmannsperger & Partner gab den Betrag von 1000,- DM zur Restaurierung der Skulptur des hl. Petrus, denn dieser hat "die Schlüssel zu den himmlischen Wohnungen" in der Hand. Voraussichtlich werden verschiedene Wohltätigkeitsvereine in Erfurt die Restaurierung der Skulptur des hl. Markus übernehmen. Dem Erfurter Dombauverein wird die Skulptur des hl. Evangelisten Johannes beim Treffen am 7. Juni ans Herz gelegt. Von Frau Brigitte Vattroth aus Schlotheim, Frau Anne-Lene Mittelsteiner und Herrn Elmar Nolte kamen weitere private Spenden. Folgende Skulpturen suchen jedoch noch einen Paten: der hl. Paulus, der hl. Eoban (Bischof von Utrecht), der hl. Adelar (1. Bischof von Erfurt), der hl. Bonifatius, der hl. Matthäus, der hl. Josef, der hl. Johannes d. Täufer und der hl. Erzengel Michael. Den Sponsoren wird es gestattet, "ihre Skulptur" abzubilden und evtl. für Werbezwecke (Weihnachtskarten) zu verwenden. Im "Sponsoren-Kalender" am Eingang des Domes werden die Namen hinter den entsprechenden Figuren genannt und können - wie bei einem Adventskalender - nach dem Aufklappen der "Türen" mit der Abbildung des "Patenkindes" gelesen werden. Nach Beendigung der Restaurierung werden die Sponsoren in einem Festakt genannt und bedankt.

Nähere Informationen sind erhältlich bei:
Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke, Domstraße 9, 99084 Erfurt,
Tel.: 0361/5617561; Fax: 0361/6572402.
Weiterhin wird umfänglich beim Ortstermin am 7. Juni 2000,
19.30 Uhr, im Dom, informiert.



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