Der diesjährige ökumenische Osterspaziergang der katholischen und evangelischen Kirchen Mühlhausens fand auf Betreiben von Stadtratsmitglied Tobias Kühler in und um Faulungen statt. Kühler hatte im Vorfeld dem Kirchenvorstand der katholischen Kirche Mühlhausen, die in diesem Jahr für die Organisation zuständig war, vorgeschlagen, die 2018er Wanderung in Faulungen stattfinden zu lassen. Sehr gern erklärte sich der Kirmesverein der Gemeinde unter Vorstand von Christian Völker bereit, die örtliche Organisation zu übernehmen.
In der weithin sichtbaren 1753 erbauten Kirche St. Martin, deren Barockaltar aus dem einst aufgelösten Kloster Reifenstein stammt, fand zu Beginn eine kurze Andacht statt, die von Pfarrer Andreas Anhalt und Superintendent Andreas Piontek zelebriert wurde. Piontek predigte von der Hoffnung und Anhalt bedeutete "Ostern kommt etwas in Bewegung". In diesem Sinne begaben sich etwa 150 Spaziergänger auf den Weg zur oberhalb des Dorfes gelegenen Mariengrotte – einer Nachbildung der Grotte von Lourdes. Unter ihnen auch Christa Koch aus Menteroda, die schon auf sieben Osterspaziergänge zurückblicken kann.
Die amtierende Pflaumenmuskönigin Alexandra sowie der Kirmesverein hatten sich gemeinsam mit Verwandten und Bekannten bereit erklärt, die Osterwanderer aus Mühlhausen im Anschluss an die etwa einstündige Wanderung zu verköstigen. Wie kann es anders sein: die Spaziergänger konnten neben Torten und Bratwurst leckere Waffeln mit Faulunger Pflaumenmus kosten, welches vom Kirmesverein eigenhändig gekocht worden war.
Als weiteres Highlight konnten Interessierte das Heimatmuseum besuchen. Die Verantwortliche für die Heimatstube, Margareta Mühr, führte durch die Räumlichkeiten mit detailgetreu eingerichteten Zimmern, die das Leben der Menschen zur Jahrhundertwende mittels zahlreicher Haushaltsgeräte und kleinerer landwirtschaftlicher Maschinen widerspiegeln.
Heidi Zengerling
Bilder: Heike Zengerling

