Es geht auch ohne Handygebimmel
Bei der Aktion "One week - no Handy" verzichten Jugendliche für eine Woche auf ihr Telefon
Leinefelde-Worbis (BiP). Eine Woche ohne Handyklingeln - was gestressten Menschen paradiesisch scheint, ist für viele Jugendliche eine Katastrophe. Wie sollte man sich ohne Mobiltelefon verabreden, unterwegs Musik hören, im Web surfen oder spielen? Und Simsen kann man auch nicht, wie das Verschicken der unverzichtbaren SMS-Kurznachrichten heißt. Es ist also keine Kleinigkeit, wenn Dekanatsjugendseelsorger Markus Könen der Jugend "One week - no Handy!" vorschlägt, also eine Woche ohne Handy.
"Geht das überhaupt", fragt Kaplan Könen in einem Flyer und liefert die Antwort gleich mit: "Na klar!" Dabei steht nicht der Verzicht als solcher im Vordergrund. "Sich nicht ablenken lassen von irgendwelchen beliebigen Dingen, sondern aufmerksam sein für das, was da kommt", beschreibt Könen das Ziel. Er denkt dabei sowohl an Weihnachten als auch an Erlebnisse und Begegnungen, die sich Tag für Tag im Advent ergeben und bewusst gelebt werden wollen. Zur Unterstützung erreicht die handylosen Jugendlichen täglich eine Botschaft. Auf welchem Weg das geschieht, will der Kaplan vorab nicht verraten. Eine SMS wird es natürlich nicht sein.
Markus Könen ist keiner, der Wasser predigt und Wein trinkt. Auch er verzichtet auf sein Handy. Bis Montag, 8. Dezember um 20 Uhr sammelt er die Telefone aller teilnehmenden Jugendlichen ein, um sie mit seinem Handy im Pfarrhaus sicher und unerreichbar einzuschließen. Genau eine Woche später gibt es sie im Jugendraum von St. Maria Magdalena zurück, mit dem Angebot, Erfahrungen miteinander auszutauschen. (15. Dezember, 20 Uhr, Stationsweg 9)
Bleibt nur noch die Frage, wo Kaplan Könen am Montag zur Abgabe der Mobiltelefone erreichbar ist. Er schlägt vor, ihn am Tage kurz anzurufen und sich zu verabreden - per Handy (Tel. 0175-4185238).
Weitere Angebote der Dekanatsjugendseelsorge: www.cp-der-livegottesdienst.de