Nuntius Ender überbringt Bischof Wanke Glückwünsche vom Papst

Grußwort des Apostolischen Nuntius Erzbischof Erwin Josef Ender im Festgottesdienst

Liebe Schwestern und Brüder!


Beide Ereignisse, die uns heute hier zusammengeführt haben, sind Grund zu Freude und Dankbarkeit. Der Ortsbischof feiert sein Silbernes Bischofsjubiläum, ihm wird nach der altersbedingten Emeritierung seines bisherigen Weihbischofs ein neuer Weihbischof zur Seite gestellt, der ihn in Zukunft in seinem Hirtenamt unterstützen wird.


Lieber Herr Bischof Wanke, unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., hat anlässlich Ihres heutigen Festtages eine Glückwunschbotschaft an Sie gerichtet, die ich nun verlesen darf. Er schreibt:


"Dem verehrten Bruder Joachim Wanke, Bischof von Erfurt


Wie schon oftmals in früheren Jahren wirst Du, verehrter Bruder, demnächst in besonderer Weise jenes einzigartigen Tages gedenken, an dem Du vor 25 Jahren die Bischofsweihe empfangen hast. Die Gemeinschaft Deiner Ortskirche, Deine Freunde und Verwandten feiern mit Dir dieses Jubiläum und gratulieren Dir für die vielen Jahre des bischöflichen Dienstes.


Damals bist Du, in den theologischen Wissenschaften wohl unterrichtet, durch die Entscheidung von Papst Johannes Paul II. seligen Angedenkens unter die Nachfolger der Apostel aufgenommen und zum Bischofsamt berufen worden. Stets hast Du Dich für die Kirche von Erfurt-Meiningen eingesetzt, damit die Gläubigen dort sicher geleitet werden und ihnen im gemeinsamen Bemühen die notwendigen geistlichen Gaben gewährleistet sind. Mit vermehrten Kräften hast Du den Dienst an Deinen Gläubigen dann fortgesetzt, als Du zum ersten Bischof für die Diözese Erfurt bestimmt worden warst.


Ü;ber einen langen Zeitraum hinweg kenne ich gut Dein Wirken als Bischof dieser Ortskirche. Deinen Einsatz halte ich für um so lobenswerter, als Deine apostolische Aufgabe unter den ungünstigen Umständen jener Zeit durch viele Schwierigkeiten behindert wurde. Es muss auch erwähnt werden, was Du nach dem Vorbild des göttlichen Lehrers für die heilige Liturgie, für die Arbeiterschaft und in anderen Bereichen zu tun Dich bemühst.


Deshalb beeile ich mich, da diese außerordentliche Gedenkfeier anlässlich Deiner Bischofsweihe herannaht, zusammen mit allen Deinen Freunden und Mitarbeitern Dir meinen Glückwunsch auszusprechen. Ich bitte den gütigen Herrn, Dir Deine Verdienste reich zu vergelten und Dir in Deinem Amt beizustehen. Schließlich erteile ich Dir, verehrter Bruder, den Apostolischen Segen, in den ich von Herzen auch alle Deine Gläubigen einschließe.


Aus dem Vatikan, am 20. Oktober 2005, im ersten Jahr meines Pontifikates.


Papst Benedikt XVI."



Den guten Wünschen des Heiligen Vaters schließe ich mich, lieber Herr Bischof, von Herzen an. Mögen Ihnen noch viele Jahre im Dienste Ihres Bistums Erfurt und in der Kirche in Deutschland beschieden sein - zum Heil der Menschen: der Menschen in der Kirche und auch jener Menschen, die noch auf der Suche sind.


Damit bin ich nun bei Ihnen, lieber Herr Weihbischof. Zunächst auch Ihnen meine herzlichen Glück- und Segenswünsche zu Ihrer Ernennung und Ihrer Weihe. Ü;ber Erfurt und über Deutschland hinaus sind Sie bekannt geworden durch zunächst ungewohnte Formen der Seelsorge in Ihrer Tätigkeit als Dompfarrer. Hier haben Sie im ursprünglichen Sinn des Wortes gezeigt, was es heißt, "Menschen dort abzuholen, wo sie stehen". Die "Feiern zur Lebenswende" der 14jährigen als eine Alternative zur Jugendweihe, die "Ökumenischen Segnungsgottesdienste" für Paare sowie das "Monatliche Totengedenken" sind liturgische Feiern, die auf Sie zurückgehen und eine positive Aufnahme gefunden haben.


Möge Gott Ihnen schenken, dass durch Ihren bischöflichen Dienst viele Menschen die Verwirklichung des Pauluswortes erfahren dürfen, das Sie sich zu Ihrem Wahlspruch gewählt haben: "Der Gott des Friedens heilige euch!"




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