Neupriester Christian Bock feiert Primizmessen in Weimar und Heiligenstadt

Weimar/Heiligenstadt/Rom (BiP). Christian Bock aus Weimar ist der jüngst geweihte Priester des Bistums Erfurt. Bischof Joachim Wanke spendete dem 28-Jährigen das Sakrament der Priesterweihe am vergangenen Sonntag in Rom, wo Bock seit 1998 an der Päpstlichen Universität Gregoriana studiert und im Collegium Germanicum et Hungaricum wohnt. Die Priesteramtskandidaten dieses Seminares werden immer am 10. Oktober jedes Jahres geweiht.


Seine Heimatprimiz, die erste Heilige Messe mit der Heimatgemeinde, feiert Christian Bock am Sonntag, 24. Oktober um 14.30 Uhr in der Herz Jesu-Kirche in Weimar. Schon an diesem Wochenende lädt Bocks Praktikumsgemeinde, die Propstei St. Marien in Heiligenstadt, zu zwei Messfeiern mit anschließendem Primizsegen ein, und zwar am Samstag, 16. Oktober um 18 Uhr und am Sonntag, 17. Oktober um 10.30 Uhr. Bis zum Sommer 2005 wird Christian Bock noch in Rom studieren und das Lizentiat in katholischer Theologie erwerben.


Der Wunsch, Priester zu werden, hat Christian Bock fast sein ganzes Leben lang begleitet. "Es sind die engen Berührungen mit der Kirche und der priesterlichen Berufung in meiner eigenen Familie gewesen, die mich von früh an geprägt haben. Besonders dann aber das Engagement in meiner Heimatgemeinde, speziell als Jugendlicher, hat diesen anfangs sicherlich kindlichen Wunsch nach und nach reifen lassen", erzählt er im Rückblick. Während der Abiturzeit entschied er sich, wenigstens den Versuch zu unternehmen, Priester zu werden.


Zunächst musste er in Magdeburg die alten Sprachen Latein und Griechisch erlernen, dann studierte er von 1995 bis zum Vordiplom 1997 Theologie in Erfurt. Nach einem Jahr an der Jesuitenhochschule St. Georgen schickte ihn das Bistum Erfurt zum Weiterstudium nach Rom. Hier erlebte er die Kirche als Weltkirche: "Bunt, lebendig und alles andere als ihrem Ende entgegengehend." Eine schwere Krankheit zwang Christian Bock, seine Studien für zwei Jahre zu unterbrechen, bis er das Grundstudium im Jahr 2002 abschließen konnte. Praktische Erfahrungen sammelte er während seines Pastoraljahres als Praktikant in der Propsteigemeinde St. Marien in Heiligenstadt. Im September 2003 weihte ihn Bischof Wanke zum Diakon, worauf Christian Bock nach Rom zurückkehrte, um sein Studium fortzusetzen.


Wenn er auf die letzten zehn "sehr bewegten" Jahre zurückblickt, stellt Bock fest, dass sich die schon früh verspürte Berufung zum Priester "immer mehr gefestigt hat". Gerade die nicht so leichten Zeiten - der Abschied in die römische Ferne, die schwere Krankheit - seien besondere "Festigungspunkte" gesesen, in denen ihm "der Ruf des Herrn nochmals deutlicher vernehmbar geworden ist". Dabei geriet ihm ein gewisses "Mitteilungsbedürfnis" zu einem prägenden Bestandteil seiner Berufung: "Mein ganzes Leben ist stark von der lebendigen Erfahrung geprägt, das es Gott tatsächlich gibt und er eine ganz persönliche Geschichte mit mir hat. Diese Erfahrung möchte ich nicht allein für mich behalten, sondern mit anderen teilen teilen. So kann ich vielleicht helfen, dass diese Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen das Handeln Gottes zumindest erahnen können."



link