Neuer Katholischer Leitender Militärdekan in Erfurt

Amtseinführung durch Militärbischof Mixa in St. Severi auf dem Erfurter Domberg


Pressemitteilung des Katholischen Militärbischofsamtes:


Am Mittwoch, den 24. April 2002 wird der Katholische Militärbischof, Dr. Walter Mixa, Bischof von Eichstätt, in Erfurt die kirchliche Amtseinführung des Katholischen Leitenden Militärdekan Erfurt, Militärdekan Hartmut Gremler vornehmen. Aus diesem Anlass ist um 11.00 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Severi, Severihof 2 in Erfurt ein Pontifikalamt und anschließend ein Empfang im Gemeindesaal von St. Severi mit geladenen Gästen aus Kirche, Politik und Bundeswehr.


Hartmut Gremler, geboren 1952 in Breitenholz, Kreis Worbis, studierte 1970 nach dem Abitur Theologie und Philosophie in Erfurt. 1977 wurde er zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren nahm er verschiedene Aufgaben wahr:

von 1977 bis 1980 war er Vikar in Erfurt und Dekanatsjugendseelsorger, von 1980 bis 1991 Pfarrer in Rohrberg und Dekanatsjugendseelsorger des Dekanates Kirchgandern. Am 1. März 1982 übernahm Gremler noch zusätzlich die Pfarrei von Schachtebich. 1991 trat Gremler dann in die Militärseelsorge als Katholischer Standortpfarrer Bad Frankenhausen ein. 1998 wurde er zum Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz als Katholischer Standortpfarrer Koblenz III versetzt.

Am 1. April 2002 kehrte Pfarrer Gremler in seine Heimat zurück, in der Funktion als Katholischer Leitender Militärdekan Erfurt. In seinem neuen Amt hat er die Dienstaufsicht über die katholischen Militärseelsorger der Seelsorgebezirke Bad Frankenhausen, Berlin, Burg, Dresden, Frankenberg/Sa., Leipzig und über weitere 24 nebenamtliche Standortpfarrer.


Marlene Beyel



BiP-Service:


Stichwort "Militärseelsorge"

Die rechtliche Basis der Militärseelsorge ist das im Grundgesetz verankerte Recht auf ungestörte Religionsausübung. Demzufolge hat auch der Soldat einen Anspruch darauf, seine Religion auszuüben. Der Dienst des Soldaten macht allerdings eine Beteiligung am Leben der Ortspfarrei oft unmöglich. Daher gibt es eigene Militär- oder besser: Soldatenseelsorger. Denn die Militärseelsorge gilt den Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familien, also den Menschen und nicht dem Militär als einer staatlichen Institution.

Verantwortlich für die katholische Militärseelsorge ist ein Militärbischof, der immer zugleich auch Diözesanbischof sein muss. Er steht in keinem Dienstverhältnis zum Staat. Auch die Militär- und Standortpfarrer sind nicht Mitglieder der Streikräfte. Sie sind Priester des Bistums, aus dem sie stammen, und werden von ihrem Bischof für die Soldatenseelsorge freigestellt. Militärgeistliche erteilen somit keine Befehle und müssen Befehle auch nicht entgegennehmen. Vielmehr feiern sie mit den Soldaten und ihren Angehörigen Gottesdienste, spenden Sakramente und begleiten die Soldaten bei ihren Einsätzen auch ins Ausland. Auch Nichtchristen nutzen das Angebot der Militärseelsorger zu gemeinsamen Gesprächen und zur Beratung bei wichtigen Lebensfragen.

Weitere Informationen über die Katholische Soldatenseelsorge