Saalfeld. Mit dem traditionellen "Familientag" der Ost- und Südthüringer Kolpingsfamilien beging am Sonntag, 13. August, die Kolpinggemeinschaft von Saalfeld ihr 20jähriges Bestehen.
Ortspfarrer Bruno Wagner und Diözesanpräses Suitbert Schellenberg (Apolda) sowie Vertreter aus sechs Kolpingsfamilien der Diözese würdigten dabei das beachtliche Engagement der relativ kleinen Saalfelder Kolpingschar. So gehöre sie zu den Aktivposten der Pfarrgemeinde, sei bei der Rumänien- und Ukrainehilfe vorbildlich und werde von den Mitchristen besonders wegen ihrer Aktion Fastensuppe oder dem ökumenischen Einsatz hoch geschätzt.
Ausgehend von der Elia-Lesung ging Pfarrer Wagner als Prediger des Festhochamtes der Frage nach, wie heutige Glaubens-Praxis aussehen müsse. Denn: "Immer schon hat es Abwendungen von Gott gegeben, aber stets auch Zeichen der Gegenwart Gottes unter uns." Dies sei Tröstung für die Gegenwart, aber ebenso persönlicher Auftrag an jeden, Gott zu suchen.
In dieser Intention standen auch die Fürbitten des Gottesdienstes, als die Gemeinde und die Gäste aus Rudolstadt, Bad Blankenburg, Pößneck, Erfurt, Suhl und Wolfmannshausen darum beteten, die Zeichen der Zeit zu erkennen und einen gemeinsamen Neubeginn wagen wollten.
Bei der "Geburtstagsfeier" im Gemeindehaus wurden von den Gästen dann nicht nur Segenswünsche an die Jubilarin überbracht. Kolping-Diözesanpräses Pfarrer Schellenberg dankte man besonders dafür, dass er in Saalfeld gern öfter priesterliche Vertretungen übernimmt.
Der Familientag endete anlässlich der 500jährigen Wiederkehr der Reformation mit einer Andacht in der evangelischen Johanniskirche von Saalfeld, die man zuvor bei einer profunden Kirchenführung kennen gelernt hatte.
Das Gebet vom Kölner "Kolpingtag 2015" unter dem Leitwort "Mut tut gut" beendete einen gewiss noch längere Zeit sehr positiv nachwirkenden Kolping-Familientag.
Michael Meinung
15.08.2017

