Erfurt (BiP). Mit dem Hören hat Elisabeth Götz noch nie Probleme gehabt. Dennoch engagiert sie sich seit Jahrzehnten in der Katholischen Gehörlosengemeinde St. Elisabeth in Erfurt. Für ihr herausragendes Engagement hat ihr jetzt Bischof Ulrich Neymeyr die Elisabeth-Medaille des Bistums Erfurt verliehen. Wenige Tage nach ihrem 80. Geburtstag erhielt Elisabeth Götz die Auszeichnung im Rahmen einer privaten Feier am vergangenen Samstag aus der Hand von Weihbischof Reinhard Hauke, der selber lange Jahre als Gehörlosenseelsorger wirkte.
Es war die Taubheit eines ihrer Söhne, die Elisabeth Götz 1980 die Gemeinschaft der katholischen Gehörlosen suchen ließ. Fortan war sie begeistertes Mitglied und nahm aktiv an vielen Gehörlosengottesdiensten, Wallfahrten, Kinder- und Jugendfreizeiten teil. Ihre große Liebe gilt dem Gebärdensprachchor, in dem sie seit 2002 mitwirkt. Zum Papstbesuch 2011 unterstützte sie die Gehörlosen mit der Übersetzung des Gottesdienstes in die Gebärdensprache. Trotz ihres hohen Alters bringt sie sich nach wie vor rege ins Gemeindeleben ein.
Die Elisabeth-Medaille, die Elisabeth Götz jetzt für ihren Einsatz erhalten hat, ist nach der Erfurter Bistumspatronin, der heiligen Elisabeth von Thüringen, benannt. Mit ihr würdigt das Bistum Männer und Frauen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für das kirchliche Leben einsetzen.

