Menschen vor Ort kennenlernen

Delegation mit Vertretern aus dem Bistum Erfurt reist in den Libanon

Keine Minen, keinen Krieg mehr – der Wunsch vieler Menschen in Syrien. © MISEREOR

Erfurt (BiP). Diözesan-Caritasdirektor Wolfgang Langer und der für weltkirchliche Aufgaben zuständige Domkapitular Christoph Hübenthal reisen am Sonntag, 2. Februar, in den Libanon. Sie sind Teilnehmer einer gemeinsamen Delegation des Bistums Erfurt und von Misereor, dem katholischen Werk in Deutschland für Entwicklungszusammenarbeit.

Anlass der Reise ist die bundesweite Eröffnung der diesjährigen Misereor-Fastenaktion am ersten Fastensonntag ( 1. März) im Erfurter Dom. Sie steht unter dem Motto „Gib Frieden!“ und stellt die Auswirkungen des Krieges für die Menschen in Syrien und im Nachbarland Libanon in den Mittelpunkt. Im Libanon leben rund zwei Millionen syrische und palästinensische Flüchtlinge – bei einer Gesamtbevölkerung von etwas über sechs Millionen Menschen!

Die Delegation, die der für Misereor zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger und Misereor-Hauptgeschäftsführer Monsignore Pirmin Spiegel leiten, besuchen Partner-Organisationen, die sich im Libanon besonders um diese Flüchtlinge kümmern. Außerdem treffen die Delegierten den Deutschen Botschafter, den Apostolischen Nuntius sowie den Apostolischen Vikar von Beirut.

Vertreter der katholischen Kirche im Libanon sowie der besuchten Partner-Organisationen werden auch an der Eröffnung der Misereor-Fastenaktion in Erfurt mitwirken. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Zusammenarbeit mit Partner-Organisationen vor Ort ist ein herausragendes Merkmal der Arbeit von Misereor, das Menschen jeden Glaubens und jeder Kultur in Asien und Ozeanien, Afrika und dem Nahen Osten, Lateinamerika und der Karibik unterstützt.

Im Libanon ringen die Partner-Organisationen von Misereor in einer ausweglos scheinenden Situation um ein friedliches und respektvolles Miteinander aller Menschen. Das ist nicht immer leicht, denn auch in diesem Land müssen Flüchtlinge als Sündenböcke für Probleme herhalten, die sie nicht verursacht haben, sondern die sich aus Versäumnissen politischen Handelns ergeben haben.

Nicht nur vor Ort, sondern auch von Deutschland aus will Misereor im Rahmen der Fastenaktion „Gib Frieden!“ das Engagement seiner Partner unterstützen: Mit verschiedenen Aktionen deutschlandweit in Gemeinden und Schulen wie dem Solibrot-Verkauf, der Coffee Stop-Aktion am 27. März oder gemeinsamen Fastenessen werden Spenden für die Arbeit von Misereor gesammelt. Dabei stellen sich zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den Dienst der guten Sache.  www.fastenaktion.de


Ein Schulweg in Syrien, vorbei an Trümmern. © MISEREOR


Dank der JRS-„back-to-school“-Kampagne können einige Jugendliche nun wieder zur Schule
gehen. © MISEREOR


Spielen und wieder Kind sein. © MISEREOR


Im Zentrum des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten finden die Menschen nach ihrer Rückkehr
Unterstützung und Anschluss. © MISEREOR