Mehr als ein politisches Nachtgebet…

Mit dem Thema „1968 – Revolte in der Kirche?“ befasst sich am 21. Juni 2018 ein Gastvortrag von Claudia Nothelle, Professorin für Fernsehjournalismus

Bild: Peter Weidemann; in: Pfarrbriefservice.de

Erfurt. Das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt lädt am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 19 Uhr zu einem Gastvortrag ein. Ort ist die Kilianikapelle (Hörsaal) im Kreuzgang des Erfurter Doms; Zugang über Toten Treppe oder Domstraße 10.
Referentin ist Prof. Dr. Claudia Nothelle, Professorin für Fernsehjournalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal

1968 ist in die Jahre gekommen. 50 Jahre sind seit diesem symbolträchtigen Jahr vergangen.

Für die einen ist 1968 der Inbegriff einer Selbstermächtigung gegenüber Hierarchien aller Art. 1968 steht für den Aufstand einer ganzen Generation gegen jegliche Form von Ungerechtigkeit.

Für die anderen bedeutet dasselbe Datum den Anfang vom Ende einer geordneten Gesellschaft und eines verlässlichen Wertesystems.

Welche Rolle spielten Christen 1968 und was bedeutete 1968 für die Kirchen in Ost und West?
Das II. Vatikanische Konzil war gerade erst abgeschlossen. Es hatte weltweit eine ganze Reihe kirchlicher Reformen hervorgebracht, wollte und konnte aber keine vorweggenommene Antwort auf die gesellschaftlichen Aufbrüche von 1968 sein.

Claudia Nothelle illustriert an Beispielen prominenter und engagierter Katholikinnen und Katholiken, inwiefern „1968“ auch eine Revolte in der Kirche werden konnte.