Kontinuierlich engagiert

Diözesanversammlung des Thüringer Kolpingwerkes verzeichnet viele Hilfsaktionen und ehrt bisherigen Diözesanpräses Suitbert Schellenberg

Foto: A. Müller

Auch in besonders schwierigen Zeiten für Kirche und Welt leben die Mitglieder der 19 Kolpingsfamilien des Bistums Erfurt - getreu dem Leitwort ihres Sozialverbandes - sehr verantwortlich und handeln solidarisch. So konnte ihre diesjährige Diözesanversammlung im Erfurter Johannes-Lang-Haus in Anwesenheit prominenter Gäste, darunter Ost-Regional-vorsitzender Andreas Brock, auf mehrere große Hilfs-Aktionen verweisen, die für Notleidende in der kriegszerstörten Ukraine, aber auch für Bedürftige in Rumänien oder für Flutopfer im Ahrtal bestimmt waren.

So wurden für die Ukraine und Rumänien allein Sachspenden im Wert von über 50.000 Euro sowie rund 20.000 Euro Geldspenden übergeben. Dazu waren mehrere eigene Transportfahrten nötig, die in Kriegs- und Corona-Zeiten besonderen Einsatz und auch Mut erfordern. Zum vergangenen Christfest schickte die Thüringer Kolpinghilfe darüber hinaus weitere 1.500 Weihnachtspakete sowie medizinische Hilfsmittel nach Rumänien. Nicht vergessen wurden bei den Vor-Ort-Besuchen unserer Kolpingsfamilien - wie seit vielen Jahren - auch ihre 26 ukrainischen und die elf rumänischen Patenkinder.  

In der beachtlichen Bilanz der Kolping-Diözesanversammlung sowie in der Diskussion ging es aber nicht nur um internationale Solidarität: Die Kolpingsfamilien zwischen Eichsfeld und Rhön hatten trotz Corona-Pandemie auch in Sachen Ehrenamts- und Bildungsarbeit einiges zu bieten. Ganz selbstverständlich waren sie beim Pastoraltag des Bistums als Ideengeber mit dabei. Für 23 Eichsfelder Jungen und Mädchen wurden erneut Kolping-Kindertage ange-boten, bei denen man in Pandemiezeiten gemeinsam darüber nachdachte, wie man andere glücklich machen kann. Mit selbstgebackenen Glückskeksen konnten die Kinder dann zu Hause das Thema weiter entfalten.

Auch wenn manches traditionelle Kolping-Angebot (z.B. Sühneandacht Buchenwald oder die Reisefreizeiten) im Jahr 2021 coronabedingt ausfallen mußte, so wurde wohl von allen Teilnehmern die jüngste Diözesanversammlung nicht nur als sehr erfolgreich, sondern vor allem als mutmachend und neu stimulierend empfunden.

Abschließender Höhepunkt war die Neuwahl des Vorstandes, wobei Diakon Hans-Josef Kowarsch erneut zum Diözesanvorsitzenden und der Sonneberger Pfarrer Winfried Mucke zum neuen Diözesanpräses gewählt wurden. Besonderer Dank und die silberne DV-Ehrennadel gingen an den bisherigen Diözesanpräses Suitbert Schellenberg aus Apolda, der dem Verband lange Jahr ein guter pastoraler Begleiter war. Erstmals wurde mit Maria Sander, Suhl, eine geistliche Leiterin gewählt.   

Michael Meinung