Kolping-Sühneandacht

Am dritten Fastenwochenende trafen sich Thüringer Kolpingsfamilien wieder in Buchenwald





Mitglieder aus fünf Ostthüringer Kolpingsfamilien trafen sich am 3. Fastenwochenende zu ihrer traditionellen Sühneandacht im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald.

Die "Kolpinger" aus Weimar, Pößneck, Saalfeld, Rudolstadt und Erfurt zogen betend über das weite Gelände der Gedenkstätte und meditierten an sieben Stationen zum Kreuzweg Christi. So vor den Todeszellen des ev. Pfarrers Paul Schneider und des kath. Prälaten Otto Neururer sowie am früheren sowjetischen Speziallager und im Hof des einstigen KZ-Krematoriums.

Weimars Kolping-Präses Pfarrer Horst Klemm erinnerte die Pilger dabei an die Dunkelheiten des Kreuzes von Golgotha und Buchenwald. Der Bußgang endete mit dem Verlesen eines erschütternden Häftlingsberichtes über die Erschießung russischer Kriegsgefangener sowie dem Gebet für alle Opfer ungerechter Gewalt und die Notleidenden unserer Zeit.

Bereits seit 1958 organisieren die Thüringer Kolpingsfamilien Andachten im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem während der Naziherrschaft auch mindestens zwei Kolpingmitglieder den Märtyrertod starben und weitere Unschuldige nach 1945 im "Speziallager" leiden mußten.

Michael Meinung


Quelle: Pressemitteilung der Kolpingsfamilie Erfurt. Für den Inhalt ist der Absender verantwortlich.