Ü;ber das Kreuz
und Leid Christi sowie das unserer Gegenwart meditierten am vergangenen
Sonnabend (2. März) zahlreiche Mitglieder Thüringer Kolpingsfamilien bei ihrer
traditionellen Sühneandacht im ehemaligen KZ Buchenwald. Die Männer, Frauen und
Kinder aus Weimar, Pößneck, Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg, Erfurt und
dem Eichsfeld zogen am 3. Fasten-wochenende wieder betend über das
schneebedeckte weite Gelände der Gedenkstätte und machten an verschiedenen
Stationen einen Gebetshalt. So vor den Todeszellen des evangelischen Pfarrers
Paul Schneider und des katholischen Prälaten Otto Neururer, am früheren
sowjetischen Speziallager und im Hof des einstigen KZ-Krematoriums.
Weimars
Kolping-Präses Pfarrer Horst Klemm erinnerte die Pilger dabei in ergreifenden
Bildbetrachtungen an die Dunkelheiten aller Kreuze sowie daran, dass Jesus
seinen Jüngern hinterlassen habe, dass auch sie in seiner Nachfolge ihr
persönliches Kreuz tragen müssen.
Bereits seit 1958
organisieren die Thüringer Kolpingsfamilien (mit einer längeren Unterbrechung)
Andachten im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem während der Naziherrschaft
auch mindestens zwei Kolpingmitglieder (Präses Richter und Theodor Babilon) den
Märtyrertod starben und weitere Unschuldige nach 1945 im damaligen "Speziallager"
leiden mussten.
Quelle:
Pressemitteilung der Kolpingsfamilie Erfurt. Den Inhalt verantwortet der
Absender.
3.3.2013