KirchenSprung

Diesmal geht es zu vier Erfurter Türmen

Gemeinsame Pressemitteilung des Bistums Erfurt und der evangelischen Propstei Erfurt-Nordhausen


Der "Kirchensprung" zur Woche des Denkmals am Freitag, dem 10. September, beginnt um 20 Uhr am Johannesturm (nicht - wie erstmals gemeldet - um 19.30 Uhr). Der Weg führt vorbei am Nikolaiturm und am Georgsturm zum Bonifatiusturm auf dem Domberg. Um 22 Uhr (bis gegen 22.30 Uhr) spielen Matthias Dreißig und Silvius von Kessel dialogisierend an beiden Orgeln des Domes.


Die Türme gehören zu zerstörten ehemaligen Erfurter Kirchen. Begleitet wird der abendliche Rundgang durch den Evangelischen Posaunendienst Erfurt. Prof. Dr.-Ing. Hermann Saitz erinnert an Geschichte und Bedeutung der Türme.


Der Kirchensprung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie "Meister Eckhart" und des Katholischen Forums in Zusammenarbeit mit den Kantoren.


Die Kirche des Johannesturmes wurde 1265 erstmals urkundlich erwähnt. 1469-86 erfolgte ein Neubau der Kirche, einschließlich Turm. 1525 wurde die Kirche für den Gottesdienst ge-schlossen und 1819 mit Ausnahme des Turmes abgebrochen.


Die Nikolaikirche an der Lehmannsbrücke (Liopwinsbrücke) war dem Hauptpatron der Bürger und Schiffer in einer mittelalterlichen Stadt, dem heiligen Nikolaus, geweiht. 1117 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.


Der Georgsturm erinnert an die Georgskirche, die 1132 in den Urkunden Erwähnung findet. 1290 entstand ein neuerer Kirchenbau, der 1380 durch den heute noch vorhandenen Turm ergänzt wurde. 1632 wurde das Kirchenschiff durch die Schweden zugunsten des Festungs-baus abgerissen.


Der Bonifatiusturm auf dem Domberg erinnert an den in diesem Jahr in Erfurt gefeierten Bonifatius. In seinem Brief (742) ist Erfurt erstmalig erwähnt. Er ist ein Teil der von Erzbischof Adalbert I. (1111-1137) erbauten Burg (Krummhaus).

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