Kanzel oder Bühne?

Podiumsdiskussion über das Verhältnis von Theater und Kirche

Erfurt (BiP). Seit einigen Jahren wendet sich das Theater verstärkt dem Thema Religion zu. Gilt das auch umgekehrt? Nutzen etwa die Kirchen (wieder) Elemente des Theatralischen, um ihre Verkündigung ästhetisch ansprechender zu gestalten oder gar zu dramatisieren?

Ü;ber diese Fragen findet am Dienstag, 24. Mai um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion statt: "Kanzel oder Bühne? Zum Verhältnis von Theater und Kirche." Dazu laden die Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt sowie die Bistumsakademie "Katholisches Forum" gemeinsam ein.

Mit dem Ort, dem Kreuzgang des Erfurter Domes (Zutritt über die "Toten Treppe" links der Domstufen), wurde ein Ort gewählt, der heute noch sichtbare Spuren des jesuitischen Verkündigungstheaters der Barockzeit aufweist.

Weit davor gab es aber schon im 13. Jahrhundert ein geistliches Spiel über die Auferstehung Jesu, das im Mariendom an Ostern aufgeführt wurde. Dieses geistliche Theater regte im vergangenen Jahr Jugendliche an, ein modernes Passionsspiel aufzuführen.

Der Co-Autor dieses Passionsspiels, Jupp Kokott, nimmt an der Podiumsdiskussion teil, außerdem Professor Tilly Miller (Katholische Stiftungsfachhochschule München), der auch thematisch in den Abend einführt, Meiningens Theater-Intendant Ansgar Haag sowie Pfarrer Klaus Beißwenger vom Theologischen Forschungskolleg an der hiesigen Universität.