Internationaler Tag der Familie

Aktion des Seelsorgeamts im Bistum Erfurt

"Familie heute: eine herausfordernde Collage aus vielen unterschiedlichen Wirklichkeiten voller Freuden, Dramen und Träume." Papst Franziskus; Bild: www.amoris-laetitia.deIn: Pfarrbriefservice.de

Am Freitag, 15. Mai, ist der Internationale Tag der Familie. 1993 wurde er von den Vereinten Nationen proklamiert. Der Weltfamilientag will daran erinnern, wie wichtig die Familie für eine Gesellschaft ist. Es braucht eine familienfreundliche Gesellschaft, sonst richtet sie sich selbst zugrunde.

In diesem Jahr hat es – coronabedingt – für viele Familien gravierende Veränderungen gegeben. Dies brachte eine enorme Mehrbelastung für die Betroffenen. Familien leisten Tag für Tag ganz selbstverständlich Großartiges, was oft nicht wahrgenommen wird. In dieser Zeit, die für alle von vielen Einschränkungen und auch Sorgen geprägt ist, wird das, was Familien leisten, besonders deutlich.
 
Der Bereich "Familie und Generationen" des Seelsorgeamtes hat einmal bei Familien nachgefragt, wofür sie in diesen Tagen dankbar sind und um was sie Gott bitten möchten.

Ich bitte Gott, dass diese schlimme Zeit bald vorbei ist und dass der Sommer nicht wieder so heiß wird. Ich danke Gott für die Lebensmittel, die die Menschen verkaufen und dass wir als Familie zusammen sind.

Laura, 7 Jahre

Ich bitte Gott, dass mein Fuß wieder heil wird und dass die Sachen, die man unbedingt braucht, nicht ausverkauft sind.

Thea, 4 Jahre, mit geschwollenem Fuß

Ich bin dankbar für die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Ich bitte dafür, dass wir untereinander öfter dieselbe Sprache sprechen.

Studentin, 19 Jahre

Ich bin dankbar für das gemeinsame Feiern des Gottesdienstes, was jetzt wieder möglich ist und für die Kraft, die wir aus dem Gebet schöpfen können und dass ich jetzt durch intensive gemeinsam verbrachte Zeit den Wert der Familie noch mehr schätze. Ich bitte darum, dass wir nicht gleichgültig sind gegenüber den Nöten in der Welt: Corona-Zeit, lebensbedrohliche Krankheiten, Hunger, Armut, Krieg, Umweltverschmutzung, Egoismus und Vereinsamung. Hilf uns miteinander neue Wege zu gehen und füreinander einzustehen.

Familienvater, 50 Jahre

Hausgottesdienst mit der Familie
Bild: Sandra Schmidt, Worbis

Ich bin für meine gesunde Familie sehr dankbar. Ich denke oft an Familien, die über Wochen im Krankenhaus leben und dort in einem kleinen Raum eingesperrt sind. Wir haben für uns genügend Platz, einen Garten zum Chillen oder Toben. Dankbar bin ich auch noch für die geschenkte „mehr“ Zeit mit meinen Kindern und ich sehe vieles, was ich sonst nicht mitbekommen hätte bei meinen Kindern. Ein großes Danke geht auch an alle Lehrer und Erzieher, die täglich eine wahnsinnstolle Arbeit leisten. Ich bin dankbar für meinen Glauben, den mir meine Eltern und Großeltern so glaubwürdig vorgelebt haben, dass ich diesen Glauben auch weitergeben möchte, nicht nur an melne Kinder. In dieser Zeit gibt es neue andere Formen diesen weiterzugeben. Danke an alle Politiker für die richtigen Entscheidungen in dieser Zeit. Danke, dass wir hier in Frieden leben können. Bitten möchte ich weiterhin um gute Gesundheit für meine Familie. Darum, dass bald ein Medikament gegen Corona gefunden wird und um noch mehr Frieden auf der Welt.

Sandra, 47 Jahre, Mutter von 4 Kindern

Weil ich so viel Zeit mit meiner Familie, besonders mit meiner Babyschwester verbringen kann, dafür möchte ich DANKE sagen. Das Essen von meinen Eltern schmeckt natürlich auch besser als in der Schule - Dankeschön. Ich bitte darum, das der Corona-Virus verschwindet, das meine Familie gesund bleibt und alle anderen auch.

Elisabeth Anna , 11 Jahre

Für mich gab es schon viele Momente in meinem Leben, Gott zu bitten und zu danken. Ich habe 4 gesunde erwachsene Kinder, Schwiegerkinder und bin glückliche Oma- 67 Jahre - von 5 lieben Enkeln. Dankeschön! Jeden Tag danke ich für unser aller Gesundheit, gerade auch in dieser Zeit und Ich bin dankbar, zufrieden sein zu können. Um für einander da zu sein und Gott in unserer Familie zu haben.

Rosa-Maria, 67 Jahre, Oma

Guter Gott, ich bitte das Corona bald aufhört und ich mich wieder verabreden darf. Hoffentlich darf ich bald wieder ganz normal in die Schule gehen.

Lilien, 8 Jahre

Ich danke dafür, dass ich gesund bin.

Maximilian, 4 Jahre

Ich bitte, dass diese Zeit bald vorbei ist und ich mich wieder mit Freunden und Verwandten treffen kann. Außerdem möchte ich Danke sagen an alle Menschen, die in dieser Zeit unter schwereren Bedingungen gearbeitet haben.

Fabienne, 13 Jahre


Bild: Sandra Schmidt, Worbis
Ich möchte Gott danken, dass er uns in den schweren Zeiten nicht alleine gelassen hat und dass er uns weiterhin beschütze. Ich bitte, dass diese Zeit bald an uns vorübergehe und alle Freunde, Familie und alle Menschen auf der Welt gesund bleiben oder gesund werden.

Katharina, 44 Jahre

Ich möchte Gott bitten, dass diese Zeit schnell vorübergeht und ich bald wieder meine Freunde aus der Schule wiedersehen kann und dass meine Familie gesund bleibt.

Emanuel, 10 Jahre

Guter Gott, du Segen des Lebens,

wir danken dir für die wundervolle Schöpfung, die du uns Menschen immer wieder anvertraust. Das für uns größte Geheimnis und Geschenk deiner großen Liebe sind wir Menschen. Im Entstehen, im Heranwachsen, in der Stärke und Blüte, aber auch in Alter und Krankheit. Als Großeltern möchten wir dir heute danken für unsere Enkelkinder.

Wir erleben gerade voller Freude, wie vor der Geburt ein neues Menschenkind heranwächst. Weiterhin erleben wir unsere Enkelinnen, wie sie in die Welt hineinwachen und versuchen sie zu begreifen. Wie die eine fröhlich krabbelt und bald laufen kann und wie die andere, mitten im Kindergartenalter, das Leben froh und glücklich erlebt. Das Staunen, das Lachen und das bedingungslose Vertrauen dieser kleinen Kinder begeistern uns immer wieder.

Es ist für uns eine große Freude, sie einen kleinen Teil ihres Lebens begleiten zu dürfen. Danke für das große Geschenk helfen zu dürfen. Jetzt haben wir viel Zeit dafür. In diesen lachenden Kinderaugen leuchtet für uns immer wieder deine Nähe auf und schenkt uns, gleichsam wie eine Brücke, ein Stück Glückseligkeit inmitten der oft trostlosen Zeit.

Lass unsere Enkelkinder frei, froh und voller Neugierde deine wunderbare Schöpfung entdecken und erleben. Lass uns Großeltern dabei ein gutes Vorbild und ein guter Ratgeber sein. Segne sie, segne die Eltern unsere Enkelkinder, ihre Paten, Freunde und Spielkameraden. Bewahre sie vor Leid und Schmerz. Segne insbesondere die kleinen heranwachsenden Kinder in Krankheit, in Armut und in zerrissenen Familien.

Guter Gott, segne uns alle. Bewahre uns das Talent, die Welt immer wieder einmal mit Kinderaugen zu sehen und schenke uns jeden Tag das Gespür für die kleinen Augenblicke, in denen du uns ganz nahe bist.

Amen.

Oma und Opa, 62 Jahre



Die Initiatoren dieser Aktion laden alle ein, einmal darüber nachzudenken, was sie sich für die Familien wünschen, aber auch denen, die in irgendeiner Art und Weise Verantwortung für Familien tragen.
 
Des Weiteren laden sie zum gemeinsamen Gebet ein, ganz konkret zum nachfolgenden Gebet für Thüringen.

Herr, du sendest mich in diese Welt.
Die Welt ist nicht irgendwo,
sondern hier in Thüringen –
vom Eichsfeld bis zum Vogtland,
von der Rhön bis zum Harz.

Viele Menschen erlebe ich Tag für Tag
in den Freuden und Sorgen ihres Alltags.
Zu ihnen hast du mich gesandt.

Segne alle, die in Thüringen leben und arbeiten.
Beschütze alle, deren Leben gefährdet ist
und die nicht mehr weiter wissen.

Begleite alle, die im Vielerlei der Angebote
nach Sinn und Orientierung suchen.

Sende deinen Geist denen, die hier in Thüringen
politische und wirtschaftliche Verantwortung tragen
und sich für andere einsetzen.

Stärke die Familien.

Segne uns alle, denn ohne deine Hilfe kann Leben nicht gelingen.

Amen.


 

Hinweis

Wer in der Nähe des Kerbschen Bergs in Dingelstädt/Eichsfeld wohnt, kann am 15. Mai dort eine kontaktlose Entdeckertour für Familien mitmachen. Informationen gibt es unter www.kerbscher-berg.de.