In Gemeinschaft am stärksten

Ferienbrief 2021 von Bischof Ulrich Neymeyr

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Liebe Kinder,


das ist schon der zweite Ferienbrief, den ich an Euch schreibe, während der Kampf gegen das Corona-Virus unser Leben bestimmt. Viele Menschen sind krank geworden und manche auch gestorben. Vielleicht kennt Ihr auch Menschen, die von der Krankheit betroffen sind oder waren. Dann ist das Gebet eine wichtige Aufgabe, um das Schicksal dieser Menschen vor Gott hinzutragen und ihn um seinen Beistand zu bitten. Darüber hinaus dürfen wir alle nicht aufhören, im Gebet und im Gottesdienst darum zu bitten, dass die Krankheit bald besiegt ist.

Bis dahin müssen wir aber vorsichtig sein und uns an die vorgegebenen Maßnahmen halten. Dabei brauchen wir aber auch das Vertrauen, dass Gott unser Leben behütet und beschützt. So können wir verhindern, dass Angst unser Leben beherrscht. 

Auch in diesem Jahr konntet Ihr oft nicht zur Schule gehen und musstet zuhause lernen. Das war und ist eine schwere Erfahrung. Die meisten Kinder und Jugendlichen können in der Schule besser lernen als zuhause. Außerdem ist die Schule nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft mit anderen Kindern und Jugendlichen und mit den Lehrerinnen und Lehrern. Von den meisten Kindern und Jugendlichen weiß ich, dass sie die Schule vermissen. Bitte vergesst das nicht, wenn wieder normaler Schulalltag möglich ist.

In der Zeit, in der keine Schule sein kann, seid Ihr zuhause in der Familie. Oft arbeiten auch die Eltern von zuhause aus und Ihr habt viel Zeit, die Ihr gemeinsam mit der Familie verbringt. Das ist für alle nicht einfach. Die Schule ist für Euch auch ein Lebensbereich, der Euch gehört und es ist nicht einfach, wenn die Eltern auch die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer übernehmen. Bitte bedenkt, dass dies nicht nur für Euch schwierig ist, sondern auch für Eure Eltern. Und vergesst nicht, ihnen immer wieder auch einmal zu sagen, dass Ihr dankbar dafür seid, dass sie für Euch da sind.

Ich hoffe, dass es in den Sommerferien viele Gelegenheiten für Euch gibt, eine gute Zeit zu verbringen und auch Gemeinschaft mit anderen Kindern und Jugendlichen zu erleben. Es muss nicht eine weite Reise sein, man kann sich auch zuhause oder in der Nähe gut erholen, wenn alle frei haben. In den Pfarreien werden Religiöse Kinderwochen angeboten, die hoffentlich auch stattfinden können und Euch viele schöne Stunden ermöglichen.

 

Bleibt behütet und vergesst nicht, Gott um seinen Segen zu bitten. Ich jedenfalls erbitte für Euch alle Gottes reichen Segen.


Euer Bischof