Seit 15 Jahren kämpft Schwester Lorena gegen den Hexenwahn in Papua-Neuguinea. In einer Fotoausstellung zeigen das Bistum Erfurt und missio Fotografien von Bettina Flitner, die den Kampf gegen diese Menschenrechtsverletzungen dokumentieren.
Hintergrund
Obwohl sich die Mehrheit der Bevölkerung in Papua-Neuguinea zum Christentum bekennt, ist der Glaube an übernatürliche Kräfte immer noch weit verbreitet. Im Zuge des Rohstoffbooms wurden viele Menschen entwurzelt. Sie klammern sich an den althergebrachten Glauben an Hexerei –mit tödlichen Folgen für viele Frauen.
Papua-Neuguinea wurde wie kaum ein anderes Entwicklungsland in die Neuzeit geschleudert. Das Land ist reich an Rohstoffen, doch bei der Bevölkerung kommt vom Boom kaum etwas an. Gerade junge Männer betäuben ihr Ohnmachtsgefühl mit Alkohol, Drogen und mit Gewalt. Opfer sind meist Frauen. Der Glaube an das Übernatürliche ist in der traditionsbewussten Gesellschaft stark verwurzelt. Gerade allein lebende Frauen werden schnell beschuldigt, für alle möglichen Schicksalsschläge verantwortlich zu sein: Krankheit, Tod oder gar Missernten.
Die Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal kennt das Problem. Seit 35 Jahren arbeitet sie auf Papua-Neuguinea. Zuletzt wurde eine Bekannte von ihr der Hexerei beschuldigt und gefoltert. Sie starb schließlich an den schweren Verletzungen. Die Bilder der Ausstellung porträtieren das von der Moderne erschütterte Land und seine Bewohner, sowohl Opfer als auch Täter. Vor allem zeigt die Ausstellung aber Schwester Lorenas Kampf gegen die Hexenverfolgung.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist zu sehen vom 03. – 29. Februar in St. Severi, Erfurt
Öffnungszeiten: Montag – Sonntag von 9:00 – 17:00 Uhr
Führungen
30 Min. Führungen, jeweils um 11:00 und um 14:00 Uhr
22. Februar, Samstag
25. Februar, Dienstag
27. Februar, Donnerstag
Führungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage:
Monika König
Telefon: 0361 65 72 - 345
E-Mail: missio@bistum-erfurt.de