Schwungvoll ins Elisabeth-Jahr
mit dem Eli-Rap
Feierstunde zum Elisabeth-Jahr mit Dank an die Ehrenamtlichen in Gemeinden und Caritas...
Erfurt (BiP). "Elisabeth bewegt" - das Motto zur Eröffnung des Elisabeth-Jahres im Bistum Erfurt scheint mindestens bei einer Person schon gezündet zu haben, wenn man dem Erfurter Bischof glauben will. Sein Dank gelte besonders dem Leiter des Seelsorgeamtes, Domkapitular Gerhard Stöber, meinte Joachim Wanke verschmitzt, "der ob der vielen Vorbereitungen auf dieses Festjahr schon von der heiligen Elisabeth träumt!"
Herzliches Gelächter bei den Gästen der Feierstunde auf der Erfurter Messe, wo der zweite Teil der Eröffnung stattfand. Selbst der Domkapitular lachte mit. Die aufgeräumte Stimmung nutzte der Bischof, um Dank zu sagen.
"Ihr seid für mich jene, die für Elisabeth heute stehen", sagte er zu den vielen Ehrenamtlichen aus den Pfarrgemeinden und der Caritas des Bistums Erfurt. Ehrenamtlicher Dienst sei etwas sehr Kostbares und Wichtiges, fuhr Wanke fort. "Er ist unersetzlich für unsere Kirche, für unsere Gemeinden, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. Ohne diesen Dienst würde vieles an Lebensäußerungen fehlen, was unsere Gemeinden reich, aber auch unser Land - es ist ja ein Elisabeth-Land - heller und menschenfreundlicher macht. Danke, dass ihr da seid - nicht nur heute hier in der Messehalle, sondern überhaupt", rief der Bischof den Gästen zu.
Die "Sieben Werke der Barmherzigkeit für Thüringen", die mit einer Umfrage im Bistum nach der notwendigen Barmherzigkeit für heute ermittelt worden waren, bildeten den roten Faden der Veranstaltung und wurden auf lockere und humorvolle Weise durchbuchstabiert.
Mit einem "Eli-Rap" zeigten angehende Erzieherinnen und Erzieher der Erfurter Berufsbildenden Schulen St. Elisabeth, dass ihre Schulpatronin, die selber ja nicht alt geworden ist, auch heute noch jungen Leuten etwas zu sagen hat - und sie bewegt. Text, Tanz und Musik - alles in Eigenregie mit der Schulleiterin Christiane Kirschner erstellt - brachten Bewegung auch ins Publikum.
"Wir fangen nicht bei Null an", hatte der Bischof auf die Frage geantwortet, ob es in Thüringen nach dem Elisabeth-Jahr barmherziger zugehe. Das bewies ein kurzes Schauspielstück von Schülerinnen und Schülern der St. Franziskus-Förderschule in Dingelstädt. Mit der Pointe ihres Stückes - "Man muss dem Herzen schenken, nicht der Hand" - unterstrichen sie, wie sehr zur Barmherzigkeit die zwischenmenschliche Note gehört. Die fehlt mitunter, wie der Bischof morgens gepredigt hatte, der Gerechtigkeit, selbst wenn Gesetze eingehalten werden und das Materielle stimmt.
Auch Ministerpräsident Dieter Althaus, Ehrengast der Feierstunde, freut sich darüber, dass Elisabeth von Thüringen im ganzen Land gefeiert wird. Ü;ber die Barmherzigkeit sagte Althaus, sie sei nicht nur eine mitmenschliche, sondern eine demokratische Aufgabe. Um die Nöte der Gesellschaft zu erkennen, sei ebenso die Politik wie auch jeder einzelne gefordert. "Wir müssen ein Klima entwickeln, damit auch Schwache einen Platz in der Gesellschaft haben", betonte der Ministerpräsident.
Am Ende Feierstunde wurde schließlich das Eröffnungsmotto gewissermaßen ins Passiv gesetzt: Elisabeth bewegt - Elisabeth wird bewegt. Bischof Joachim Wanke brachte eine Statue der Bistumspatronin auf den Weg, indem er sie an die Heiligenstädter Propstei-Gemeinde St. Marien übergab. Von dort als erster Station wird "Elisabeth" durch alle Gemeinden des Bistums wandern, um die Gläubigen zu ermuntern, sich von dem Vorbild der Heiligen zu barmherzigen Taten bewegen zu lassen.
Wie sich auch immer dieser Elisabethweg gestalten wird: Mit dem heutigen Eröffnungstag hat sich das Bistum Erfurt auf den Weg ins Elisabeth-Jahr gemacht - auf eine bewegende und bewegte Weise.

