Habemus papam: Papst Franziskus

Erklärung von Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke zur Wahl des neuen Papstes

Habemus papam. Die katholische Kirche hat einen neuen Papst: Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien, der sich den Namen Franziskus gegeben hat. Mit großer Freude und Dankbarkeit haben wir Katholiken im Bistum Erfurt die Botschaft aus Rom gehört, auch wenn der neue Papst uns weniger vertraut ist, als es Benedikt XVI. als Deutscher zu Beginn seines Pontifikates war.

Franziskus ist der erste Nichteuropäer auf dem Stuhl Petri.  Von ganzem Herzen teilen wir die Freude der Christen Lateinamerikas.  Die katholische Kirche ist eine Weltkirche, die Menschen von allen Kontinenten als Brüder und Schwestern einmütig vereinigt. Das unterstreicht die Herkunft des neuen Papstes.

Franziskus hat das Steuer des Schiffleins Petri in einer unruhigen Zeit ergriffen und wird darum als "Pontifex", als Brückenbauer, besonders gefordert sein - innerhalb der Kirche, besonders wenn es um den Weg in die Zukunft unterschiedliche, teils sogar einander ausschließende Vorstellungen gibt; im ökumenischen Prozess, den viele Christen beschleunigen möchten, obwohl schon viel erreicht wurde; im Gespräch der Religionen, hier vor allem mit den Juden, den älteren Geschwistern von uns Christen; in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus, aber auch zwischen den Staaten und allen Menschen guten Willens.

Schließen wir Papst Franziskus in unser Gebet ein, dass Gott ihm die nötige Kraft und Weisheit für dieses hohe und schwere Amt schenkt. Bitten wir für ihn um den Heiligen Geist, dass er "seine Brüder und Schwestern im Glauben stärke" (Lk 22,32). Wir wünschen ihm gute Menschen an seiner Seite, die ihm helfen, das Schiff der Kirche auf gottgefälligem Kurs zu halten.


13.3.2013