Große Not nach Wirbelstürmen

Misereor hilft und bittet um Spenden

Bild: Peter Weidemann; In: Pfarrbriefservice.de

Aachen. Nach den schweren Wirbelstürmen mit sintflutartigen Niederschlägen in Mittelamerika und Asien organisieren Partner von MISEREOR derzeit umfangreiche Unterstützung für die Betroffenen. Besonders kritisch ist die Lage aktuell in Nicaragua, wo die Hurrikans Eta und Iota eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben und weitere schwere Regenfälle drohen. Das Land war ebenso wie die Nachbarstaaten Honduras, Guatemala und Mexiko schon in den vergangenen Wochen von schweren Unwettern heimgesucht worden. Viele Menschen stehen nach den Stürmen vor dem Nichts und sind auf diverse Hilfen zum Überleben angewiesen.

Nach Angaben von MISEREOR-Länderreferent Dominik Pieper laufen derzeit die Bemühungen der MISEREOR-Partner in der genannten mittelamerikanischen Region auf Hochtouren, Sturm-Opfern Lebensmittel, sauberes Wasser, Hygieneartikel, Zelte und Decken zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig werden langfristige Maßnahmen eingeleitet, um zerstörte Häuser wieder aufzubauen und den Menschen die Rückkehr in ihr gewohntes Umfeld zu ermöglichen.

Unterstützung für Obdachlose


Auf den Philippinen verstärkt MISEREOR laut Länderreferent Steffen Ulrich in den Provinzen Albay, Camarines Sur und Catanduanes sein Engagement zur Unterstützung jener Menschen, die durch Supertaifun Goni obdachlos geworden sind. Konkret erhalten mehr als 3.600 Familien Hilfe, um ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen bzw. bewohnbar zu machen. Diese Familien sind derzeit in staatlichen Evakuierungszentren oder privat untergebracht. Nutznießer sind besonders bedürftige Personen ohne (permanentes) Einkommen sowie ohne Zugang zu anderweitiger Unterstützung durch Familie oder Staat.  Allein für diesen Zweck stellt MISEREOR fast 250.000 Euro bereit.

Nachdem Taifun Vamco zu großflächigen Überschwemmungen in Metro Manila und angrenzenden Regionen geführt hat, werden auch dort Betroffene durch MISEREOR-Partner mit Wasser, Nahrung, Decken, Hygieneartikeln, Kleidung, Medikamenten und Baumaterial versorgt.
Dafür stehen rund 330.000 Euro zur Verfügung.

Folgen des Klimawandels werden stärker


"Der Klimawandel führt weltweit in vielen Regionen zu immer häufigeren und stärkeren Wirbelstürmen und Starkniederschlägen, und er betrifft einige besonders verletzliche Gebiete in gravierender Weise. Deshalb bitten wir dringend um Spenden, um in den betroffenen Regionen den Menschen zur Seite zu stehen", appelliert MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel an die Solidarität der Bevölkerung in Deutschland.

Gespendet werden kann bei MISEREOR unter dem Stichwort "Soforthilfe Wirbelstürme" auf folgendes Konto: IBAN:  DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC: GENODED1PAX


Als Werk für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche kämpft MISEREOR für Gerechtigkeit und Bildung, gegen Hunger, Krankheit, Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ursachen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützen wir Menschen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Kultur und ihrer Hautfarbe. Seit der Gründung von MISEREOR im Jahr 1958 wurden über 110.500 Projekte in Afrika und dem Nahen Osten, in Asien und Ozeanien, in Lateinamerika und der Karibik gefördert. MISEREOR ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft: www.entwicklung-hilft.de.


Pressemitteilung des Hilfswerkes Misereor