Gottesdienst zwischen Blüten und Himmel

Ein Auftakt im Grünen läutet die Eröffnung und Segnung des Kirchenpavillons auf der Landesgartenschau ein.

Bilder: Bistum Erfurt / Sarah Lamprecht

Die kirchliche Präsenz auf der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis ist eröffnet. Am Sonntag, 26. April 2026, feierten etwa 600 Besucher:innen unter dem Leitwort „erdnah – himmelweit“ einen ökumenischen Gottesdienst. Propst Marcellus Klaus und Superintendent Christian Beuchel gestalteten den Gottesdienst gemeinsam mit Bischof Ulrich Neymeyr und Landesbischof Friedrich Kramer sowie Ruben Werner (ACK), musikalisch begleitet von der Band „Heaven´s Gate“. Bereichert wurde der Gottesdienst dabei auch von einer Gebärdendolmetscherin, die Musik und Texte lebendig und eindrucksvoll übersetzte.

 

 

Startschuss mit Segen

Besonders an diesem Tag war die Segnung des Kirchenpavillon auf der „Landmarke“ – dem höchsten Punkt im Auegarten – und der 50 ehrenamtlichen Gästebegleiter:innen, die in den kommenden Monaten das Gesicht des Kirchenstandorts prägen werden. Hier können Besucher:innen während der Gartenschau Ruhe finden, ins Gespräch kommen oder einfach den Blick über die Anlage genießen. Gebete für Frieden und Einheit sowie der Friedensgruß mit dem Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“ spiegelten das Motto des Tages und der Gartenschau wider. In Predigt und Gottesdienst wurde zudem das Bild von Gott als Gärtner aufgegriffen, als einer, der Freude hat am Leben, an Vielfalt und am Duft des Lebendigen. Zugleich wurde betont, dass niemand für sich allein steht. Niemand ist die einzige Rebe am Weinstock, vielmehr sind Menschen als Gemeinschaft der Christ:innen und im Miteinander gemeinsam unterwegs.

 

 

 

Treffpunkt im Grünen

Vom Haupteingang aus ist der Bonifatiusplatz als erster Halt auf dem Rundweg leicht erreichbar. Eine große Holzfigur erinnert an den Heiligen Bonifatius, der die Donar-Eiche gefällt hat, und lädt zwischen Bänken und Pflanzen zum Verweilen ein. Der Pavillon selbst ist halb-offen, mit festen und mobilen Sitzplätzen, Altar sowie flexibler Bestuhlung auf dem Vorplatz. Die Lamellen lassen sich manuell öffnen und schließen – so passt sich der Ort den Bedürfnissen der Besucher:innen an.

 

Zwischen Himmel und Erde

Das Leitmotiv „erdnah – himmelweit“ zieht sich durch alle Angebote. Die Blume im Logo steht für Wachstum und Pflege, das Kreuz für Tod und neues Leben. Täglich um 12 und 17 Uhr laden kleine geistliche Angebote zum Innehalten ein, dazwischen sorgen wechselnde Programme von Gemeinden für neue Impulse. So ist der Kirchenbereich ein lebendiger, fester Teil der Landesgartenschau – ein Ort zwischen Ruhe, Besinnung und Begegnung.

 

 

Bilder: Bistum Erfurt / Sarah Lamprecht