"Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht"

Bischof Joachim Wanke über die Jahreslosung der "Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen"

Vortrag am 9. Januar 2006 in Erfurt im Rahmen der ökumenischen "Erfurter Vorträge"



Thema meines Vortrags soll wunschgemäß die Jahreslosung sein, die von allen Bibelgesellschaften und Bibelwerken in Deutschland für das Jahr 2006 ausgewählt wurde. Ihren Ursprung hat der Brauch der biblischen Losungsworte bekanntlich in Herrnhut, wo unter Graf Zinzendorf im Jahr 1728 zum ersten Mal sogenannte Losungsworte aus dem Alten Testament für die tägliche Schriftbetrachtung ausgesucht wurden. Inzwischen sind die Losungen unter den Christen vieler Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sehr verbreitet. Das war ja auch die Ursprungsintention von Graf Zinzendorf. Er wollte mit den biblischen Worten die Christen zu einer geistlichen Einheit zusammenführen.


Das geschieht nun auch heute, wenn wir uns diesem Wort aus dem Anfang des Josua-Buches zuwenden und bedenken, was es uns für das soeben angebrochene Jahr als geistliche Botschaft sagen kann. Das Wort ist ein programmatischer Zuspruch für Josua, der nach dem Tode des Mose die Führung des Gottesvolkes übernehmen soll. Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!


Nun geht es bei diesen Ü;berlegungen nicht um eine exegetische Auslegung dieses einen Schriftwortes aus dem Buche Josua. Es geht vielmehr um ein Bedenken dieses Wortes im geistigen Kontext unserer Tage. Unser Schriftwort - zumal als isoliert daher kommendes Losungswort - reiht sich ja ein in eine Art Grundbotschaft der Bibel, die man mit den Stichworten "Gottvertrauen", "Hoffnung, von Gott gehalten zu werden" oder auch "Lebenszuversicht, die sich aus dem Gottesglauben speist" umschreiben könnte.


So wird meine heutige Betrachtung der Herrnhuter Jahreslosung sich der Frage zuwenden, wie angesichts einer säkularen, von einem weltanschaulichen Pluralismus gekennzeichneten Gesellschaft ein solcher, vom Leser dieses Losungswortes erbetener Glauben an Gottes Nähe und Treue, wie entschiedenes Gottvertrauen möglich ist.


Es geht ja um eine entscheidende religiöse Grunderfahrung: nicht nur, dass es Gott gibt, dass er in Jesus Christus gesprochen und uns gleichsam sein "Herz", sein innerstes Wesen offenbart hat, sondern es geht um mehr: dass ich mich diesem Gott wirklich anvertrauen kann, dass ich ihm glauben, dass ich auf ihn hoffen darf, im Leben und im Sterben.


Ich entfalte meine Ü;berlegungen, wie solches Gottvertrauen heute möglich sein kann, in drei Gedankenschritten und schließe dann mit einer mehr geistlichen Betrachtung zu einem anderen Schrifttext, der uns aus neutestamentlicher Sicht den Quellgrund christlichen Gottvertrauens erschließen wird.


Vertrauen auf Gott gründet bei einem gläubigen Menschen auf bestimmten Erfahrungen (etwa einer glücklichen Fügung im Leben, Erfahrung menschlicher Treue, einer Chance zum Neuanfang o. ä.), die von ihm religiös interpretiert wird (Nichtchristen würden von Zuversicht sprechen, Lebensmut, Lebensoptimismus u.ä.).


Ich beginne zunächst einmal ganz allgemein und frage:



1.

Kann der heutige Mensch angesichts des vorherrschenden Pluralismus von weltanschaulichen Ü;berzeugungen aufgrund von eigenen Erfahrungen zu religiösen Ü;berzeugungen, beispielsweise zu einem festen Gottvertrauen kommen?


Natürlich bejahe ich diese Frage. Doch bin ich mir dabei bewusst, dass man zwischen den faktischen Erfahrungen und ihren Deutungen zu unterscheiden hat. Das mag zunächst einmal im Munde eines Bischofs, der über Gottvertrauen redet, seltsam klingen. Aber das sollten wir immer gerade im Blick auf den eigenen Glauben nicht außer Acht lassen. Zwei Menschen machen z. B. die gleiche Erfahrung einer existentiellen Bedrängnis, etwa einer schweren Krankheit. Der eine flucht seinem Schicksal, der andere faltet die Hände und betet. Nicht jede Erfahrung, die den Alltagshorizont überschreitet, führt notwendig zu religiösen Ü;berzeugungen.


Dennoch meine ich: Dort, wo Menschen in ihrer ganzen Existenz von etwas ergriffen, hingerissen werden, kommt es bei entsprechenden externen Anregungen auch im heutigen Lebenskontext durchaus zu einer religiösen Deutung solcher "Ü;berstiegserfahrungen".


Freilich erhebt sich sofort die Frage: Wovon ergriffen? Das, was heute manchmal in Fußballstadien passiert, ist wohl nicht religiöse Ergriffenheit, wiewohl manche Erscheinungen der Fußballbegeisterung durchaus quasireligiöse Züge tragen. Führen ekstatische Naturerlebnisse zu religiösen Erfahrungen? Kann in der liebenden Begegnung von Mensch zu Mensch auch Gotteserfahrung gemacht werden? Sind Negativerfahrungen von eigenem Leid, von Angst, von eigener Endlichkeit eine Folie für religiöse Erfahrungen? Ernst Bloch hat einmal formuliert: "Religionen sind Flügelbildungen der Menschheit." Der Raum auch einer innerweltlichen "Transzendenz" ist vermutlich größer als unsere Katechismusweisheit sich träumen lässt.


Ich möchte festhalten, dass die wichtigste Voraussetzung einer religiösen Welt- und Lebensdeutung auch dem Menschen von heute gegeben ist, nämlich die Fähigkeit, über sich selbst "hinausgerissen" zu werden, Ü;berstiegserfahrungen machen zu können, Erfahrungen einer "Selbsttranszendenz" (wie Professor Hans Joas das einmal genannt hat) zu machen. Als Glaubende wissen wir: Gott selbst muss uns ergreifen, berühren - nur so wird Glaube möglich.


Damit behaupte ich nicht, dass jede Erfahrung von Selbstüberschreitung nur religiös gedeutet werden kann. Aber man kann durchaus eine solche Deutung vornehmen, sie anderen anbieten, auf sie hinweisen, für sie werben. Die biblischen Erzählungen beispielsweise deuten die Erfahrungen des Volkes Israel vom Jahveglauben her, also als eine Geschichte, in der sich das Volk von Gott geführt und bewahrt weiß. Aber man kann die Geschichte Israels bekanntlich auch ganz anders, gleichsam mit atheistischen Augen sehen und beschreiben.


Eine religiöse Deutung bestimmter Erfahrungen (etwa einer glücklichen Fügung, von menschlicher Treue, einer Chance, noch einmal neu anfangen zu können und dergleichen) setzt die Bereitschaft voraus, dass ein Mensch sich dafür öffnet und nicht von vornherein eine solche Deutung als unmöglich ansieht. Vorurteile, oder drastischer gesagt: Geistige Scheuklappen gegenüber einer religiösen Interpretation bestimmter Erfahrungen verschließen Wirklichkeit. Es gibt ja auch bei Atheisten Vorurteile!


Hier liegen spezifische Schwierigkeiten einer kirchlichen Verkündigung etwa bei uns in den neuen Bundesländern. Viele Menschen sind gegenüber einer religiösen Sprache so misstrauisch, dass sie sich auf die mit dieser Sprache transportierte und angebotene Lebensdeutung überhaupt nicht einlassen wollen. Sie sind gleichsam so zugeknöpft, dass die wärmenden Strahlen der Sonne sie nicht erreichen können. Oder in mehr personalen Kategorien gesprochen: Wer von vornherein der anfänglichen Erfahrung, von einer anderen Person gemocht zu werden, misstrauisch begegnet, der wird niemals die Erfahrung von Liebe machen können. Wer meint, es gäbe keine selbstlose menschliche Liebe, wird diese wohl auch niemals erfahren! Erfahrungen eröffnen Deutehorizonte, innerhalb derer es dann zu weiteren, auch neuen Erfahrungen kommen kann.


Oder ein anderes Beispiel: Dass sich in der unscheinbaren Hostie die Gegenwart Christi verhüllt, ist eine aus dem Glauben kommende Deutung. Aber mit einer eucharistischen Lebenspraxis kann man erstaunliche Erfahrungen machen, die neue Horizonte einer geistlichen Christusgemeinschaft eröffnen.


Wir sehen also: Die Hermeneutik des Verdachts tötet die Fähigkeit, etwas als ein Geschenk, als Bereicherung, als beglückende Lebenserweiterung und Horizonteröffnung anzunehmen. Es ist eine wichtige Aufgabe der Seelsorge, dieses Misstrauen zu zerstreuen und sich auf religiöse Deutung von Erfahrungen überhaupt erst einmal einzulassen. Viele reden ja über Christentum und Gottesglauben und haben ihr Urteil schon fertig, ohne damit wirklich eigene Erfahrungen gemacht zu haben.


Ich formuliere es noch einmal anders: Erfahrung machen und an die in der Erfahrung sich zeigende Botschaft zu glauben - in dieser unaufhebbaren Spannung zweier Pole entzündet sich das, was wir dann Evidenz nennen, das Aufleuchten von Wahrheit, die den Menschen befähigt, Ü;berzeugungen zu erlangen und - auch gegen Widerstände - an diesen festzuhalten.


Dass dabei natürlich noch andere kulturelle und gesellschaftliche Umstände bedeutsam sind, versteht sich von selbst. Es gibt ohne Zweifel gesellschaftlich bedingte Abschottungen gegenüber religiös gedeuteter Erfahrung, die ihre Wurzeln weniger im Anthropologischen haben als vielmehr in kulturellen Kontexten, in ideologischen Vorurteilen und Verblendungen, die zeitweilig übermächtig erscheinen.


Gerade wir im Osten erleben Menschen, die von sich behaupten "religiös unmusikalisch" (Max Weber) zu sein. Aber ich bezweifle, dass diese damit sofort und unrettbar atheistisch sind. Es gibt auch in unseren Breiten Menschen, die durchaus auch fähig sind zu Erfahrungen der Selbsttranszendenz, ja zu einer echten Selbstlosigkeit und Hingabe, die an den Geist und die Gesinnung der Bergpredigt Jesu heranreicht. Aber viele dieser Leute würden solche Erfahrungen angesichts ihrer biographischen Prägung wohl nicht religiös deuten, vielleicht dies derzeit auch gar nicht können. Ein Leipziger Jugendlicher, auf seine religiöse Ü;berzeugung hin befragt, soll geantwortet haben: "Religiös? Ich bin nicht religiös. Ich bin - normal!"


Eine seelsorgliche Folgerung aus diesen Ü;berlegungen: Nicht religiös inkulturierte Zeitgenossen brauchen Einstiegsportale, gleichsam "Beteiligungschancen" an den Erfahrungen, die wir Christen machen und vom Glauben her (österlich) deuten. Diese Vermittlung kann durchaus gelingen. Wir Christen sollten solche Portale anbieten.


Ein kleines Beispiel: Ein junges Ehepaar - die junge Frau sollte zu Ostern getauft werden - sagt mir einmal in einem vertraulichen Gespräch: "Wir müssen jeden Morgen gemeinsam ca. 25 km in die nächste Stadt zur Arbeit fahren. Wenn wir morgens aus dem Haus gehen, zeichnen wir uns gegenseitig ein kleines Kreuz auf die Stirn!"


Die gemeinsame Vergewisserung, von einer noch größeren Liebe umfangen und geborgen zu sein, wird in einem schlichten, einfach zu praktizierenden Zeichen zum Ausdruck gebracht - und darin als Deutung "nachhaltig". Das bestärkt mich in der Ü;berzeugung, dass die Religions- und Kirchenferne im Osten Deutschlands den Menschen nicht angeboren, sondern höchstens kulturell anerzogen ist. Das aber lässt sich ändern.


Manche von Ihnen kennen vielleicht die große französische Christin Madeleine Delbr?l, die in Kriegs- und Nachkriegszeit in dem Pariser Arbeitermilieu von Ivry lebte. Sie hatte in ihren kommunistischen Freunden auch in gewisser Hinsicht "gläubige" Menschen an ihrer Seite. Deren Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit machte sich auch an Zielen fest, die nur im "Ü;berstieg", im Loslassen von eigener Sicherheit zu erreichen sind, auch wenn dieser "Ü;berstieg" mit ideologischen, nämlich kommunistischen Lehrsätzen gedeutet wurde. Meines Erachtens sind alle Menschen prinzipiell offen für die Botschaft des Glaubens. Ohne diese Ü;berzeugung ist keine Verkündigung des Evangeliums denkbar. - Meine zweite Frage:



2.

Führt weltanschaulicher Pluralismus nicht notwendigerweise zum Skeptizismus und Relativismus, macht er also nicht von vornherein z. B. Gottvertrauen unmöglich?


Ein schwerwiegender Einwand gegen die Möglichkeit eines religiösen Glaubens in der heutigen Gesellschaft ist die Behauptung, dass der weltanschauliche und religiöse Pluralismus zu einer Privatisierung des Religiösen und damit zu seiner Relativierung führe.


Ich mache das einmal an einem literarischen Beispiel klar, an Jurek Beckers Roman: Jakob der Lügner (1970). Manche von Ihnen werden die Romanhandlung kennen: Die von den Nazis in ein Ghetto eingeschlossenen Juden warten sehnsüchtig auf den Vormarsch der russischen Truppen, auf ihre Rettung vor der drohenden Vernichtung. Der kleine Jakob, der als einziger Zugang zu einem Radio hat, gibt vor, dass die Front jeden Tag unaufhaltsam näher rückt und die Befreiung bald bevorsteht. Aber er lügt - und das Ende ist nicht gut: Der Junge wird mit denen, die ihm glaubten, von den Nazis in ein Vernichtungslager abtransportiert.


Das ist der Skeptizismus, den heute viele Zeitgenossen gegenüber der religiösen Wahrheitsanspruch umtreibt: Stimmt das wirklich, was der christliche Glaube behauptet? Sitzt man da nicht einer Illusion auf? Oder noch kürzer gesagt: Der Glaube mag zwar nützlich sein (wie das Lügen des kleinen Jakob) - aber ob er auch wirklich wahr ist?


Und dann kommt schnell die Folgerung aus Lessings Ringparabel: Das Entscheidende wissen wir nicht. Der echte Ring ist unbekannt. Es mag dann jeder glauben, was er will. Wenn es ihm (und den anderen!) hilft, mag es ja gut sein. Aber Gottvertrauen bleibt letztlich eine - vielleicht schöne - Illusion.


Ich behaupte, dass dieser heute verbreitete weltanschauliche Skeptizismus und Pluralismus nicht in jedem Fall, gleichsam zwangsnotwendig zur Privatisierung und zur Relativierung von Ü;berzeugungen führen muss, auch nicht von religiösen Ü;berzeugungen. (1)


Historisch gesehen gab es auch in der Vergangenheit Europas mehr oder weniger faktisch einen religiösen Pluralismus, auch wenn dies in Gesellschaften mit christlichen Mehrheiten überdeckt war. Im Wettbewerb der religiösen Ideen und Lebensdeutungen muss sich nicht zwangsläufig Gleichgültigkeit einstellen. Im Gegenteil: Es kann sich dadurch sogar religiöse Vitalität entfalten. Die US-amerikanische Gesellschaft steht dafür als Beispiel, wiewohl dort auch noch andere Faktoren die erstaunliche Lebendigkeit des Religiösen bis heute stützen.


Auch ist noch einmal auf die Eigentümlichkeit der religiösen Ü;berzeugung hinzuweisen, die nicht das Ergebnis einer freien Auswahl aus vielen vorgegebenen Möglichkeiten ist, sondern eben eines Hingerissen-Seins, eines Ü;berwältigt-Werdens, das seine eigene Evidenz hat. Die religiöse Bindung wird von innen her gerade nicht als Knebelung erfahren, sondern als ein tiefes und beglückendes "Zu-sich-Selbst-Kommen". So geht es auch mit einer Lebenshaltung, die sich aus dem Gottvertrauen speist. Sie bestärkt sich im Vollzug. Sie erweist ihre Evidenz, indem ich mich auf sie einlasse. Die Erfahrungen einer gelingenden menschlichen Partnerschaft, Freundschaft oder Liebe sind dafür die nächsten Parallelen.


Natürlich bringt für ungefestigte Menschen ein weltanschaulicher Pluralismus in der Gemengelage der offenen Gesellschaft mancherlei Gefährdungen mit sich. Hans Joas hat diese mit dem Begriff Kontingenzerfahrung, also Erfahrungen von Zufälligkeit, Beliebigkeit bezeichnet. (2)


Kontingent, "zufällig" ist eine Sache, die weder notwendig noch unmöglich ist. Es gibt etwas, aber es muss nicht sein, dass es das gibt! Der Korrespondenzbegriff zu Kontingenz ist der Begriff Notwendigkeit. Auf unser Thema hin gewendet: Der Kernpunkt unserer gegenwärtigen Verunsicherung als Christen und Kirche(n) liegt in der Zunahme von Kontingenzerfahrungen.


Hans Joas macht das anschaulich in einem Bild. Ein Ehemann entdeckt nach einigen Ehejahren, dass es außer seiner Frau noch Hunderte anderer liebenswerter Frauen gibt. Die Ursprungserfahrung einer Liebe, die sein JA und seine anhaltende Treue zu dieser konkreten Partnerin begründet hat, weitet sich zu einer Kontingenzerfahrung: Hier stehe ich - aber ich könnte auch ganz anders!


Nun ist die bloße Konfrontation mit der Tatsache, dass es neben der christlichen Religion auch andere Religionen bzw. säkulare Lebensdeutungen gibt, noch kein hinreichender Grund, meine persönliche Bindung an den christlichen Glauben zu erschüttern. Freilich: Die existenzielle Erfahrung gestiegener Kontingenz meiner religiösen Lebensoption verändert freilich die Qualität, die Art der Bindung. Ohne eine Einbeziehung dieser Infragestellungen meiner Entscheidung durch das Verhalten anderer bleibt meine Entscheidung, meine Bindung nicht überlebensfähig.


Genau in diesem Prozess einer Vertiefung, einer qualitativen Verdichtung unseres Gottesglaubens stehen wir heute. Der geweitete Erfahrungsraum für den Einzelnen hat eine Ausweitung des Freiheitsraumes, und damit eine Vervielfältigung der Handlungsoptionen mit sich gebracht.


Wie dieser Wandlung der Rahmenbedingungen für einen verantwortbaren religiösen Glauben in der Moderne zu begegnen ist, bleibt die Grundherausforderung einer wachen zeitgenössischen christlichen Spiritualität.


Ich möchte diesen Gedanken noch etwas exkursartig vertiefen.


Grundsätzlich gilt es meines Erachtens, den christlichen Glauben als Weitung des Lebenshorizontes, als Freisetzung des Menschen zu verstehen und zu verkünden. Natürlich muss man diesen Begriff Freisetzung gegen das Missverständnis einer falschen Freizügigkeit absichern. Doch lassen wir das einmal erst so stehen. (Es gibt ja manchmal die Tendenz, vor lauter Absicherung das, was es zu sichern gälte, überhaupt nicht mehr zu sehen!).


Nun wird aber eine auf dem Gottesglauben aufruhende Existenz von manchen Zeitgenossen oft als geistige Entmündigung verstanden.


Hier berühren wir meines Erachtens den tiefsten Einwand, der heute von nichtchristlichen Menschen gegenüber einer sich religiös verstehenden Existenz gemacht wird: Es ist der Verdacht, mit einem religiösen Glauben verliere der Mensch seine Autonomie, seine Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Religion, und eben auch christliche Religion - so der Vorwurf - sei ein Zustand der Fremdbestimmtheit, in der dem Menschen das Recht auf schöpferische Selbstverwirklichung und moralische Autonomie genommen würde. Das ist der geheime Stachel, der viele auch nachdenkliche Zeitgenossen vom Glauben an Gott und an das Evangelium abhält.


Darauf mag es manches zu antworten geben, von der Anthropologie her, die weiß, dass wir grundsätzlich dialogische und nicht monologische Wesen sind, von der Theologie her, die uns zeigen kann, dass Gottes Freiheit nie als Konkurrenz, sondern nur als Synergie zur Freiheit des Menschen gedacht werden kann. Wie sagt der Psalmist? "In deinem Licht sehen wir das Licht!" (Ps 36,10).


Aber es geht hier ja letztlich nicht nur um ein Austauschen von rationalen Argumenten. Hier geht es um Gründe, die allein das Herz kennt, wie Blaise Pascal sagen würde. Wem kann man beweisen, dass Wasser trägt, wenn er nie den Sprung ins tiefe Wasser wagt? Wem kann man darlegen, dass Geliebt-Werden nicht passiv macht, sondern im höchsten Maße aktiv, wenn er das nicht einmal selbst an sich erfährt: zu lieben und geliebt zu werden? Wer liebt, bleibt frei, auch wenn er sich als Liebender auf Verantwortung, auf Verpflichtungen einlässt. Aber eben auf einer anderen, sein Leben weitenden Wirklichkeitsstufe. Es gibt Bindungen, die frei machen. Und zu ihnen gehört der christliche Gottesglaube.


Die Verweigerung des Gottesglaubens bleibt ein Geheimnis des Herzens. Ich gebe zu: In unseren Zeiten ist die Gotteswirklichkeit so abgedunkelt, dass manche nur sehr schwer Gott wahrnehmen können. Wir heutigen Menschen sehen überall nur uns selbst. Wir durchschauen - wie wir meinen - alles, aber auch wirklich alles, selbst die Religion, ihre Entstehung und ihre Existenzbedingungen. Wer aber alles durchschaut, sieht am Ende gar nichts mehr!


Ich denke manchmal: Muss einer, wenn er spricht, um die Grammatik wissen? Grammatik ist die selbstverständliche Voraussetzung beim Sprechen und Schreiben, an die wir im alltäglichen Gebrauch nicht denken. Jetzt nehme ich einmal meinen Mund sehr voll: Für mich ist die Welt Gottes weder fern noch verworren. Sie ist für mich eine Sache täglicher und stündlicher Erfahrung, wie vergleichsweise das Atmen. Die Leugnung Gottes kommt mir vor wie eine Art Amnesie, wie eine Geistesabwesenheit, eine Vergesslichkeit. Man denkt eben beim Lesen nicht an die Augen.


Hier müssten wir beispielsweise bei Frau Madeleine Delbr?l in die Schule gehen. Sie hatte diese für einen heutigen Christen so wichtige Gabe einer mystagogischen Kompetenz, mitten in der Profanität den Gotteshorizont wahrzunehmen. Sie war in der Lage, gleichsam an Ort und Stelle durch den Wüstensand der Alltäglichkeit hindurch Tiefenbohrungen zu machen, um so an die lebendige Quelle der Gottesgegenwart mitten im Profanen zu kommen. Sie hat zu einem Gottvertrauen gefunden, das durch keine gegenteiligen Erfahrungen mehr zu erschüttern war.


Schließlich möchte ich noch eine dritte Frage im Blick auf den geistigen Kontext unseres Christseins im Heute aufwerfen:



3.

Führt die Auflösung der christlichen Milieus zum Verdunsten des Gottesglaubens, näher hin z. B. eines tragfähigen, belastbaren Gottvertrauens?


Das ist eine verbreitete Klage unter Seelsorgern und engagierten Christen: Es würde heutzutage kaum noch christliche Milieus geben. Deshalb sei eine erfolgreiche Gewinnung von Menschen für den christlichen Glauben nicht möglich. Dabei wird vor allem auch auf die Schwächung der Familie hingewiesen als einem Ort primärer Evangelisation, aber auch auf die Schwächung anderer christlicher Milieus, etwa der Pfarrgemeinden, der christlichen Gemeinschaften, Verbände etc.


Diese Phänomene, die es ohne Zweifel gibt, sollten freilich nicht ängstigen. Religiöse Ü;berzeugungen sind - wie wir sahen - mehr als das Produkt einer ähnlich denkenden Umwelt. Sie sind begründet in elementaren existentiellen Erfahrungen, in Grenzerfahrungen, in denen (dem Glaubenden) eine andere, eben göttliche Wirklichkeit aufleuchtet. Erfahrungen von Selbsttranszendenz, von einem Ausgriff auf Wirklichkeiten, die mir evident geworden sind, leben nicht primär von Milieus. Eheliche Treue ist auch in einer gesellschaftlichen Umgebung lebbar, die von Ehe auf Lebenszeit wenig hält.


Das Problem scheint mir weniger das Fehlen christlicher Milieus zu sein als die Tatsache, dass der Mensch heute vielen Milieus ausgesetzt ist. Die Probleme beginnen dort, wo Menschen in unterschiedliche Milieus eingebunden sind und die damit gegebenen Spannungen aushalten müssen. Als frühere gelernte "DDR-Bürger" wussten wir, was das bedeutet: je nach unterschiedlicher Anforderung hin (in der Schule) sozialistisch, (am Stammtisch) liberal und (im Umfeld des Pfarrhauses) katholisch sein zu sollen. Solche Konkurrenzsituationen sind in der heutigen, offenen Gesellschaft nahezu unvermeidlich.


Jeder Mensch braucht im Normalfall durchaus für seine geistige und geistliche Identität eine Einbindung in ein Lebensumfeld, das ihn trägt und in seinen Grundüberzeugungen bestärkt. Das gebe ich gern zu. Das gilt sicherlich besonders für die Kindheit, auch für Jugendliche. Auch in religiöser Hinsicht bleibt die Familie in Zukunft wichtig. Und so etwas wie Pfarrgemeinde wird es auch in Zukunft geben. Wie sie aussehen wird, ist eine andere Frage. Auch Madeleine Delbr?l hatte ihre Equipe - wiewohl sie eben bezeichnenderweise dieser Gruppe nie eine Gestalt geben wollte, die kirchenrechtlich hätte anerkannt werden können. Sie und ihre Gefährtinnen wollten Christen mitten in der säkularen Welt bleiben, ohne freilich die Stützung durch ein "geistliches Biotop" entbehren zu müssen.


Ich möchte freilich darauf aufmerksam machen: Milieus haben auch ihre Grenzen. Wertbindungen, auch religiöse Ü;berzeugungen können durchaus in Milieus gedeihen, aber sie können dort auch verkümmern bzw. in ihrer Entfaltung behindert werden. Für die Reifung eines personalen Glaubens ist es manchmal entscheidend, das ein junger Mensch das sogenannte "katholische Milieu" seines Herkunftsgebietes verlässt und sich, oft genug durch Krisen hindurch, als Christ in der offenen Gesellschaft zu behaupten lernt.


Ich meine, unsere heutige Zeit ist für einen personal verantworteten, gereiften Gottesglauben chancenreicher als frühere Gesellschaften. Ich gebe zu: Sie ist auch herausfordernder! Aber es ist heutzutage weniger religiöse "Dressur" möglich. Seelsorglich ist der geweitete Freiheitsraum, den die Gesellschaft derzeit bietet, eine Chance für einen profilierten Glauben. Wir leben derzeit in mancher Hinsicht religiös ehrlicher als früher. (Man muss nur manchmal diesbezügliche Kindheitserlebnisse von religiöser Erziehung bei heutigen älteren Schriftstellern lesen).


Schauen wir noch einmal zurück. Unser bisheriger Gedankengang hat gezeigt:

  • Unsere Erfahrungen sind zunächst einmal für unterschiedliche Deutungen offen. Sie sind freilich auch heute nicht von vornherein verschlossen gegenüber einer religiösen, näher hin christlichen Deutung.

  • Dass andere Leute ihre Erfahrungen anders, also z. B. nicht religiös deuten, muss nicht von vornherein verunsichern. Das eröffnet die Möglichkeit des Wettbewerbs von religiösen und nichtreligiösen Deutungen. Welche Deutung kommt einer erfahrenen Wirklichkeit am besten nahe? Welche entspricht ihr am überzeugendsten? Wegen mir auch: welche ist am lebensförderlichsten? Weltanschaulicher Pluralismus kann zudem auch die Kritikfähigkeit stärken, nicht zuletzt gegenüber sich selbst. Er macht gleichsam den Glauben "ehrlicher", authentischer.

  • Es braucht zum Durchhalten eines religiösen Glaubens sicherlich Stützung durch Mitglaubende, durch Angehörige, durch eine Gemeinde, letztlich durch die Kirche. Aber entscheidend ist nicht das sogenannte kirchliche Milieu, sondern die Bereitschaft, den eigenen Glauben für sich und andere transparent zu machen, für Andersdenkende, etwa Nichtreligiöse und deren Lebenserfahrungen gesprächsfähig zu werden. Ein Beispiel für solch einen konstruktiven Dialog haben uns übrigens vor kurzem Jürgen Habermas und Josef Ratzinger gegeben. Es gibt mehr Menschen, die nach der Wahrheit ihres Lebens fragen, als wir meinen.

Ein aus christlicher Sicht entscheidender Grund für das Vertrauen auf Gottes Treue und bleibende Nähe soll in einer abschließenden, mehr geistlichen Ü;berlegung nun noch einmal ausdrücklich zu Wort kommen.


4.

Der christliche Quellgrund eines religiös begründeten Vertrauens ist Jesus Christus.


Dazu möchte ich meine bisherigen Ü;berlegungen zu der Jahreslosung 2006 in das Licht einer neutestamentlichen Aussage stellen, einem Wort aus den sogenannten Abschiedsreden des Herrn. In Johannesevangelium, speziell in Kapitel 14 geht es um die Bewältigung des bevorstehenden Sterbens Jesu. Und in diesem Zusammenhang fällt der Satz Jesu an seine Jünger:


"Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht"

(Joh 14,27c)



So wie Josua damals, sollen hier die Jünger im Vertrauen auf Gott und seine Nähe gefestigt werden. Wie geschieht das? Welche Begründung gibt dafür unser Text?


Der Evangelist fährt nach Jesu Mahnung, nicht unruhig und verzagt zu sein, so fort: "Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich."


Das ist aus der Situation des Abschieds Jesu von seinen Jüngern vor seinem Leiden und Sterben heraus gesprochen. Jesus (und der Evangelist) wollen die Jünger in ihrem Glauben an Jesus gleichsam krisenfest machen. Die bevorstehende Passion soll die Jünger in ihrem Vertrauen nicht irritieren. Darum heißt es weiter: "Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt." Zum Glauben woran? Dass wir - zusammen mit Jesus - am Herzen des Vaters geborgen sind, komme, was da kommen mag!


Wir spüren, wie hier schon das Passionsereignis theologisch verarbeitet wird. Das Ereignis von Golgotha, das Sterben Jesu am Kreuz, war für die Jünger Jesu ein radikaler Zusammenbruch all ihrer Hoffnungen. Ist Jesu Wort wirklich zu trauen? Kann man das "Vater unser" wirklich zu seinem eigenen Lebensgebet machen? Ist Jesu Tod nicht auch der Tod des Gottes, den Jesus seinen Vater nannte?


Der christliche Glaube hat seinen Ursprungsort nicht im Sterben Jesu, sondern in seiner Auferstehung - hier interpretiert als ein Fortgehen Jesu zum Vater, dessen Ziel freilich ist ein Wiederkommen Jesu zusammen mit dem Vater und deren gemeinsames Einwohnen in den Herzen derer, die Jesus lieben.


Und diese Liebe zu Jesus erweist sich in der Treue, in der die Jünger an Jesu Wort festhalten. Damit ist nicht dieses oder jenes Wort oder Gleichnis Jesu gemeint, sondern ein existentielles Festhalten an seiner Person insgesamt, an ihm, der sich im Johannes-Evangelium selbst die Tür zum Vater, der Weg zum Leben, die Quelle des Heiles genannt hat. Darum braucht es für dieses Festhalten am Wort Jesu nicht nur irdische Lehrer, sondern es braucht den Beistand von oben, den Heiligen Geist, der vom Vater um Jesu willen den Jüngern geschenkt wird.


Wenn man so will: Der wahre Zuspruch, der alle Angst überwinden und die Verzagtheit wegnehmen kann, kommt nicht von Menschen. Er kommt allein vom Beistand-Geist des Vaters und des Sohnes, der in unseren Herzen am Werk ist.


Sein Kennzeichen ist, dass er Frieden gibt, nicht einen Frieden wie die Welt ihn gibt - Anfechtungen, Verfolgungen, Irritationen aller Art bleiben auch den Jüngern Jesu, der Kirche insgesamt nicht erspart. Er gibt Jesu Frieden - und das ist der Frieden, der um Jesu Gegenwart und die Gegenwart, das Einwohnen Gottes im eigenen Leben weiß.


So schließt sich der Gedankengang unseres Evangelientextes, der von der Aufforderung des Herrn ausging: "Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht!" Warum? Die Antwort des vierten Evangelisten lautet in Kurzfassung: Wir wissen Jesus beim Vater - und das genügt!


Das ist eine Botschaft, die es beim Bedenken unserer Jahreslosung bewusst aufzunehmen gilt. Es ist wichtig, dass wir aus anderen Quellen Hoffnung schöpfen können, aus Quellen, die auch dann nicht versiegen, wenn rein innerweltliche Hoffnungsargumente unter der Hand zerrinnen.


Ich möchte als wichtigste Gabe, die wir in das Jahr 2006 mit hineinnehmen sollten, diese Fähigkeit nennen: sich angesichts der vielen Wörter, die unsere Welt, unsere Zeitungen, Bücher und Fernseher erfüllen, in dem einen und entscheidenden Wort festzumachen, an das uns Gottes Geist erinnert: dem Wort Jesu.


Ich möchte es geradezu als das Kennzeichen einer christlichen Existenz herausstellen: diese Fähigkeit, die vorletzten Worte von dem Wort zu unterscheiden, das uns der Vater im Himmel in seinem Sohn Jesus Christus gesagt hat. Ich finde dieses unaussprechliche, ewig gültige und jedes Sterben zum Durchgang, zur Auferstehung machende Wort Gottes in unserer Jahreslosung aus Josua wieder: "Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht" (Jos 1,5b).


Diese Botschaft ist es, die wir - in immer neuen Variationen und Tonarten, in großer Einmütigkeit und doch menschlich bedingter Unterschiedlichkeit als frohe Botschaft, als rettendes Evangelium der Heiligen Schrift entnehmen können: Gott verlässt uns nicht, denn Jesus, unser Menschenbruder und Herr, ist zum Vater heimgekehrt. Und dort, im Herzen Gottes selbst, erinnert Jesus den Vater an uns. Jesus will nicht ohne uns beim Vater sein - und der Vater kann keine selige Gemeinschaft mit dem Sohn haben ohne uns, Jesu Geschwister, mit "am Halse zu haben"; so wie wir manchmal sagen: Da heiratet einer nicht nur eine Frau, er heiratet auch deren Verwandtschaft!


Ich freue mich - um noch einen etwas anders gearteten Vergleich heranzuziehen - wenn ich von Bundesministern höre, die hier aus dem Osten stammen. Nichts gegen jene Politiker, die in der Alt-Bundesrepublik, also im früheren Westen, ihr Handwerk gelernt haben. Aber die stille Hoffnung ist doch, wenn nun Herr Tiefensee am Kabinettstisch sitzt und gar eine Frau aus Vorpommern die Geschicke der ganzen Republik lenkt und leitet, dass mit solchen Personen auch die berechtigten Anliegen des Ostens gut aufgehoben sind! Ist das zu egoistisch gedacht? Es ist zumindest sehr menschlich gedacht: "Er ist einer, sie ist eine von uns!"


Genau das ist die innere Argumentationsfigur unseres Bibeltextes: Er - Jesus Christus - ist einer von uns (das haben wir an Weihnachten soeben wieder gefeiert). Dass er nun beim Vater ist, das ist unsere Hoffnung. Das nimmt alle Unruhe des Herzens. Das vertreibt alle Verzagtheit. "Wir haben jetzt einen ganz oben sitzen - im Zentrum der Macht, dort, wo entschieden wird!"


Bilder haben ihre Grenzen und Vergleiche hinken manchmal. Aber dass wir mit diesen Ü;berlegungen den Quellgrund christlicher Zuversicht, des christlichen Gottvertrauens erfasst haben, dessen bin ich mir sicher.


Ich lade Sie ein, aus dieser Glaubenszuversicht heraus, dass Gott uns nicht loslässt, das neue Jahr samt seinen noch unbekannten Erfahrungen anzunehmen.



Anmerkungen

(1) Vgl. dazu Hans Joas, Braucht der Mensch Religion? Ü;ber Erfahrungen der Selbsttranszendenz, Freiburg i.Br. 2004, 36ff.

(2) Vgl. ebd., 32ff.




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