Der Mainzer
Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Kurzke spricht im Rahmen
der Ringvorlesung "Lesen und Schreiben als religiöse Praxis" des
Interdisziplinären Forums Religion (IFR) der Universität Erfurt am Mittwoch,
15. Januar, über "Gesangbuchgeschichte als Glaubens- und Mediengeschichte".
Beginn ist um 16.15 Uhr im Hörsaal Coelicum, Domstraße 10.
In seinem Vortrag
befasst sich Hermann Kurzke, der weit über die Grenzen seines Faches hinaus
unter anderem mit Arbeiten zu Thomas Mann und zum Gesangbuch in
literaturwissenschaftlicher Perspektive bekannt geworden ist, anhand der
Gesangbuchgeschichte mit dem Veränderlichen und dem Bleibenden in der
Glaubensgeschichte. Kurzke wird mit Blick auf Schreiben, Lesen und Singen
folgenden Fragen nachgehen: Wer schreibt eigentlich Gesangbücher, wie geschieht
das und wie verändert sich das von der Reformation bis zur Gegenwart? Wie
verhält sich das Alte zum Neuen, das Sammeln zum Dichten, einbekannte
Autorschaft zu Anonymität? Wie unterscheiden sich die Konfessionen? Wer liest
Gesangbücher, wie entwickeln sich Lesefähigkeit und Auswendiglernen in Bezug
auf Text und Melodie? Ab wann werden Gesangbücher schön und wecken
Sammlerleidenschaft? Was unterscheidet Singen vom Sprechen, insbesondere vom
Beten, privat und im Gottesdienst?
Zu dieser
öffentlichen Vorlesung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Quelle:
Pressemitteilung der Universität Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.
9.1.2013