Die 46. Thüringer Kolpingwallfahrt führte am letzten August-Sonntag unter dem Leitwort „Erdnah und Himmelweit“ erstmalig nach Leinefelde. Die Kolping-Geschwister des Bistums Erfurt und angrenzender Gemeinden bedachten bei dem Festgottesdienst in „St. Bonifatius“, einer anschließenden Statio sowie dem Bannerzug zum Kirchenpavillon der Landesgartenschau insbesondere dessen hochaktuelles Thema.
So erinnerte Festprediger Sebastian Schulz, neuer Bundespräses von Kolping Deutschland, in der gut besuchten Kirche des Neubaugebietes daran, dass die Welt von heute Christen braucht, die „geerdet sind und den Himmel nicht aus dem Blick“ verlieren. „Ja, weil Gottes Wirklichkeit immer weiter geht und der Himmel, trotz der Unsicherheiten unserer Tage, den Horizont der Erde erweitert.“ Weiter sagte der Prediger: „Adolf Kolping hat in dieser Haltung gelebt, er kannte die sozialen Nöte seiner Zeit, wusste aber auch, dass gute Worte allein nicht reichen.“
Bevor die Wallfahrer nach dem Hochamt in langer Prozession durch Leinefelde - vorbei am Rohbau des neuen Katholischen Gymnasiums - zum Kirchenpavillon der Landesgartenschau zogen, segnete Bundespräses Sebastian Schulz noch das neue Banner des Eichsfelder Kolping-Chores „ProjektCilia“.
Der Erfurter Kolping-Diözesanpräses Winfried Mucke führte sodann gemeinsam mit den Bannerträgern der einzelnen Kolpingsfamilien den Pilgerzug zur Gartenschau und der dortigen Abschlussandacht an. Er forderte die Wallfahrer auf: „Arbeitet auch weiterhin nach dem Vorbild des seligen Adolf Kolping an der Erneuerung von Kirche und Welt!“



Text und Fotos: Michael Meinung